Nach 40 Jahren letztes Dammhauskonzert – Organisatorin hört auf
Anna-Maria Hof sagt »Adieu«

Bünde (WB). Es ist das »wirklich letzte Konzert« gewesen. Und damit ist am Freitagabend eine Ära zu Ende gegangen. Nach 40 Jahren hat Anna-Maria Hof zum letzten Mal hochkarätige Künstler im Zuge eines Dammhauskonzertes begrüßt.

Montag, 20.02.2017, 13:21 Uhr aktualisiert: 20.02.2017, 13:24 Uhr
Nach 40 Jahren sagte Anna-Maria Hof endgültig »Auf Wiedersehen«. Am Freitagabend fand die letzte Veranstaltung in der Reihe der Dammhauskonzerte statt. Foto: Annika Tismer
Nach 40 Jahren sagte Anna-Maria Hof endgültig »Auf Wiedersehen«. Am Freitagabend fand die letzte Veranstaltung in der Reihe der Dammhauskonzerte statt. Foto: Annika Tismer

Doch damit hieß es nicht nur Abschiednehmen von einer äußerst beliebten Reihe der Kammermusik. Christian Ostertag , der gemeinsam mit Maria Stange das letzte Konzert bestreiten durfte, brachte es auf den Punkt: »Ich sage: Adieu, Ännchen«. Denn mit dem Ende der Kammermusik in Bünde, hat auch Anna-Maria Hof die Organisation von Konzerte endgültig aufgegeben – nach fast 200 Veranstaltungen innerhalb von 40 Jahren.

Dank an Helfer

»Dass das alles möglich gewesen ist, liegt jedoch nur daran, dass ich so viele Helfer hatte. Im Kartenverkauf, bei der Verpflegung der Künstler oder bei der Gestaltung der Programmhefte. Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich da in Christa Schütte meine Internet-Muse hatte – denn meine eigene Bibliothek ist zugegebenermaßen ein wenig antik geworden«, erklärte sie schmunzelnd.

Für ihr allerletztes Konzert (»Und dieses Mal wirklich!«) hatte sich Hof ganz bewusst für den Violinisten Christian Ostertag und die Harfenistin Maria Stange entschieden. »Beide haben die Reihe durch ihre Auftritte geprägt«, sagte sie.

Und auch Ostertag war es ein besonderes Anliegen gewesen, dieses letzte Konzert von seinem »Ännchen« gestalten zu dürfen. »Sie war eine Konzertveranstalterin par excellence«, sagte er. Besonders habe er an ihr geschätzt, dass sie jedes Konzert mit viel Leidenschaft, aber auch höchst kritisch und sehr beharrlich gestaltet habe.

Würdiger Abschluss

»Sie hat vor allem Künstler gesucht, die etwas zu sagen haben. Nicht einfach nur Künstler, die ein Instrument besonders gut beherrschen«, sagte er. Aus diesem Grund bedauere er sehr, dass die Türen des Dammhauses für diese Konzertreihe am Freitagabend zum letzten Mal geöffnet wurden.

Für Anna-Maria Hof war das Dammhaus als Veranstaltungsort für dieses letzte Konzert ein besonderer Herzenswunsch gewesen. »Nun hört es dort auf, wo es einst angefangen hat«, sagte sie. Denn zwischenzeitlich hatte die Konzertreihe in der Laurentiuskirche stattgefunden.

Im Dammhaus aber konnten die Musiker noch einmal im ursprünglichen Ambiente erlebt werden. Unter dem Titel »Träume – Märchen – Fantasien« spielten sie unter anderem Bibers »Sonata Representativa« oder Salzedos »Scintillation«. Und damit ermöglichten Anna-Maria Hof und die beiden Akteure auf der Bühne der Konzertreihe einen würdigen Abschluss.

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