Familie Meyer aus Bünde züchtet Scottish-Highland-Rinder – derzeit viele Geburten
»Ich bin ein Osterkälbchen«

Bünde (WB). Nur zu gerne lässt sich Teddy den Nacken kraulen. Scheu vor Menschen scheint sie nicht zu haben. Teddy ist ein kleines Scottish-Highland-Kälbchen und erst wenige Tage alt.

Freitag, 14.04.2017, 07:00 Uhr
Drollig: Osterkälbchen Teddy ist ganz besonders neugierig und zahm. Alleine geht sie gerne auf Erkundungstour in der Stallgasse, springt durch sämtliche Boxen. Foto: Daniel Salmon
Drollig: Osterkälbchen Teddy ist ganz besonders neugierig und zahm. Alleine geht sie gerne auf Erkundungstour in der Stallgasse, springt durch sämtliche Boxen. Foto: Daniel Salmon

Gerade in diesem Jahr kommt im Stall der Familie Meyer in Hunnebrock besonders viel rotbrauner Wiederkäuer-Nachwuchs zur Welt. Elf Jungtiere sind in den vergangenen drei Wochen geboren worden. »Alles kleine Osterkälbchen«, scherzt Christian Meyer.

Teddy geht gerne auf Erkundungstour

Bis Juni werden weitere Jungtiere dazu kommen. 17 Muttertiere sind derzeit noch trächtig. »Sie sehen wie kleine Teddybären aus, sind ganz flauschig. Daher hat Teddy auch ihren Namen«, erklärt der 36-Jährige. Auch wenn ein Kälbchen dem anderen gleicht und sie nur durch ihre Ohrmarken auseinanderzuhalten sind, ist Teddy doch ein ganz besonderes Exemplar. Christian Meyer: »Sie ist ziemlich neugierig und außergewöhnlich zahm. Sie geht in der Stallgasse immer alleine auf Erkundungstour, springt durch alle Boxen.« Und wenn unbedarfte Besucher nicht aufpassen, knabbert das drollige Kalb auch schon mal die Schnürsenkel der Schuhe an.

Seit mittlerweile fünf Jahren züchten die Meyers Schottische Hochlandrinder in Bünde. Bei der Rasse handelt es sich um Nachfahren der keltischen Urochsen. Sie stammen ursprünglich aus dem Nordwesten Schottlands und von den Hebriden. In den 1970ern wurden die ersten Tiere in die Bundesrepublik eingeführt. Ausgewachsene Kühe bringen rund 550 Kilo auf die Waage. Bullen sind mit bis zu 750 Kilogramm deutlich schwerer. Jungtiere kommen nach neun- bis zehnmonatiger Tragzeit zur Welt. Schottische Hochlandrinder gelten als gutmütig, genügsam, wetterfest und können eigentlich das ganze Jahr über auf der Weide bleiben.

Ab Mai geht’s auf die Weide

Allerdings holen die Meyers die Muttertiere und die drei Bullen der Herde ab Oktober in den Stall. »Dort bringen sie dann auch die Kälbchen zur Welt. Die Geburt dauert etwa drei Stunden. Menschliche Unterstützung wird dabei nicht benötigt«, so der 36-Jährige. Schon nach kurzer Zeit können die kleinen Hochlandrinder, die bereits gut 25 bis 30 Kilogramm wiegen, aufstehen. »Dann geht’s an die Milchbar und danach laufen sie umher«, sagt Meyer.

Im Mai darf sich Teddy mit den übrigen Kälbern übrigens das erste Mal auf der Weide austoben. Die 2016 geborenen Jungtiere, die schon eine stattliche Größe erreicht haben, schnuppern bereits seit Anfang März Freiluft. Ein Jahr bleiben sie bei den Meyers, werden dann verkauft. Aber bis dahin kann Teddy noch einige Zeit auf Erkundungstour gehen.

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