Di., 19.12.2017

Bünder Shanty-Chor singt in der Kreuzkirche Lieder von Weite und Sehnsucht

Stimmgewaltig, schwungvoll und adrett präsentierten die Sänger des Shanty-Chors Bünde ihr weihnachtliches Programm in der Kreuzkirche in Ennigloh.

Stimmgewaltig, schwungvoll und adrett präsentierten die Sänger des Shanty-Chors Bünde ihr weihnachtliches Programm in der Kreuzkirche in Ennigloh. Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Bünde (WB). »Wir träumen«, sagte Sänger und Moderator Jochen Makrinus. »Vom Meer, von fernen Häfen und von weißen Dreimastern.« Mit Liedern von Wind, Weite und Sehnsucht brachte der Shanty-Chor Bünde nun auch zahlreiche Besucher in der voll besetzten Kreuzkirche zum Träumen.

Gleich zu Beginn sang Chorleiter Joachim Hoeck ein Solo. »Da haben Sie mal die Chance, ihn von vorne zu sehen, beim Dirigieren sehen Sie ihn ja immer nur von hinten«, scherzte Makrinus mit norddeutschem Akzent. Mit »Falladoh« startete das Konzert und bei »Ein weißes Boot« waren sicher auch die Zuschauer in Gedanken schon weit draußen auf dem Meer.

Weihnachten auf hoher See

Makrinus erzählte dann von Weihnachten auf hoher See, von Schiffen, die versuchen, noch kurz vor Heiligabend den Heimathafen zu erreichen, von Schiffen, die an Weihnachten auslaufen und von Seemännern, die zur Weihnachtshafenwache über die Feiertage an Bord bleiben müssen. Zu all diesen verschiedenen Szenarien sang der Shanty-Chor ein passendes Lied – und der ein oder andere Besucher wird sich wohl gewundert haben, wie viele Seemannslieder vom heiligen Fest handeln. »Drei Meilen noch bis Weihnacht« war da zu hören, »Zur Christnacht unter den Winden«, »Weihnacht, Weihnacht, wir fahren nach Haus«, oder »Sankt Niklas war ein Seemann«. Musikalisch unterstützte dabei die »Sailor-Band« mit Wolfgang Bröcker am Akkordeon, Werner Klose an der Gitarre, Knuth Nolting am Bass und Wolfgang Joseph am Schlagzeug die Shanty-Chor-Sänger gekonnt.

Dann erzählte Jochen Makrinus noch auf Plattdeutsch die Geschichte von Hein Schlüter. Der Seemann kam passend zum Weihnachtsfest und zur Geburt seines ersten Kindes zurück nach Hause. Mit »meine Frau bekommt ein Christkind« habe er sich von seinen Kollegen verabschiedet und auf dem Weg schon über einen passenden Namen nachgedacht. Wie die Weisen aus dem Morgenland zu dritt kamen, musste sich Hein Schlüter dann aber Namen für Drillinge überlegen.

Mal leise und melancholisch präsentierte der Shanty-Chor seine Lieder, mal schwungvoll, stimmgewaltig und mitreißend. Immer aber lag die Sehnsucht nach der Weite der See in der Luft und Publikum und Chor träumten gemeinsam davon.

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