Mo., 15.01.2018

Bünder Unternehmen La-Well-Systems baut Angebot aus Elektronische Visite nun per App

Die elVi-App gibt es für iOS und Android.

Die elVi-App gibt es für iOS und Android.

Bünde (WB).Ab sofort können Patienten die von der La-Well Systems GmbH aus Bünde entwickelte elektronische Videosprechstunde »elVi« (wir berichteten mehrfach) auch als App nutzen. Das teilte das heimische Unternehmen jetzt mit.

Die neue App kann demnach Anwendung kann auf alle Android- und iOS-Geräte heruntergeladen werden. Sie steht seit Ende vergangenen zum Download zur Verfügung. Geschäftsführer Hans-Jürgen Beckmann erklärt, warum es wichtig ist, den Zugang zur Videosprechstunde so leicht wie möglich zu machen. »Zielgruppe sind alle Patienten, deren betreuende Ärzte die elektronische Visite in ihren Praxen einsetzen. Bislang konnten Patienten die elVi mit ihren Smartphones und Tablets schon im Browser aufrufen. Mit der App wird die Handhabung auf mobilen Endgeräten nun aber komfortabler und einfacher«, so der Unternehmer.

Kontrolltermine unkompliziert per »elVi«

Das Verfahren bleibe dabei unverändert. Nach Vor-Ort-Terminen vergeben Ärzte Zugangscodes, mit denen Patienten sich zuhause zum vorab vereinbarten Termin in die Videosprechstunde einloggen können. Beispielsweise können so Kontrolltermine unkompliziert über die elektronische Visite erledigt werden. Haus- und Fachärzte entlasten damit ihre Praxis-Infrastruktur und Patienten sparen Wege zum Arzt.

In letzter Zeit sei ein steigendes Interesse an der Videosprechstunde zu beobachten. Allerdings nicht wie vorgesehen in der Regelversorgung von Haus- und Fachärzten. Obwohl die Videosprechstunde regulär mit Krankenkassen abgerechnet werden kann, machen deutschlandweit nur wenige Ärzte davon Gebrauch. La-Well-Geschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Beckmann erklärt die Gründe: »Für einen flächendeckenden Einsatz der Videosprechstunde in der Regelversorgung ist die Vergütung schlicht zu niedrig und die Fülle an Einschränkungen zu groß.« Deshalb wird der Einsatz der elVi derzeit auch in anderen Einsatzfeldern getestet. Neue Projekte starten etwa im Bereich der Jugendhilfe, zur Betreuung ausländischer Patienten in Krankenhäusern und sogar in nichtmedizinischen Anwendungsumgebungen.

»Eine barrierefreie Erreichbarkeit ist elementar«

»Dass die elVi als sichere, TÜV-zertifizierte Videosprechstunde in verschiedenen zukunftsweisenden Projekten nachgefragt wird, freut uns. Noch mehr würden wir uns aber freuen, wenn die Rahmenbedingungen für einen regulären Einsatz unter Haus- und Fachärzten verbessert werden. Der Ärztetag ist dringend aufgerufen, dieses Versäumnis zu beheben,« so Beckmann. Und weiter: »Unabhängig davon tun wir alles dafür, den Zugang zur Videosprechstunde für Ärzte und Patienten zu erleichtern. Eine barrierefreie Erreichbarkeit ist elementar für die Akzeptanz der Videosprechstunde. Die neue elVi-App ist daher ein wichtiger Schritt.«

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