Di., 10.04.2018

130 Teilnehmer aus zehn Nationen kämpfen in Ennigloh um Weltranglistenpunkte Die Meister an der Flipperkugel

130 Teilnehmer aus zehn Nationen flipperten im Industriegebiet in Ennigloh um Weltranglistenpunkte.

130 Teilnehmer aus zehn Nationen flipperten im Industriegebiet in Ennigloh um Weltranglistenpunkte. Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Bünde (WB). Es geht um Reaktionszeiten, um die Koordination zwischen Auge und Finger, um eine 81 Gramm schwere Stahlkugel und um Millionen von Punkten: Das Unternehmen Pinball Universe hat am Freitag und Samstag in Ennigloh zum zweiten Mal ein international besetztes Flipperturnier ausgerichtet. 130 Teilnehmer spielten dabei um Weltranglistenpunkte.

Für den normalen Kneipenbesucher, der hin und wieder eine Münze in den Flipper wirft, war das eine fremde Welt, die da in den Hallen von Pinball Universe zusammenkam. Strategen standen da an den Automaten, Technikfreaks und echte Könner.

»Theoretisch darf jeder antreten«, sagt Daniel Schwarz, Geschäftsführer der Division der J. Schwarz GmbH. »Wir haben uns aber dazu entschieden, unter allen Anfragen die 130 Spieler mit den höchsten Weltranglisten-Rankings auszuwählen.« Das erhöhe die Attraktivität des Turniers für die Spieler, da die Platzierungen dann zu 100 Prozent in die internationale Wertung einfließen würden. »Dafür müssen mindestens 64 Spieler antreten«, erklärt Schwarz. »Sonst würden die Platzierungen nur prozentual in der Weltrangliste gewertet.«

Wo gibt’s die meisten Punkte?

Die Teilnehmer drücken dabei nicht einfach die Knöpfe, die die Flipper, die Hebel zum Spielen der Kugel, bewegen. Sie studieren die Regeln jedes einzelnen Automaten. Und sie versuchen herauszufinden, welcher angespielte Effekt die meisten Punkte bringt, oder wie oft die Kugel gegen eine bestimmte Stelle geschossen werden muss, damit sich eine weitere Möglichkeit öffnet, um Punkte zu sammeln. »Wir tauschen uns auch über diese Erfahrungen aus«, sagt Martin Hotze. »Irgendwie ist so ein Turnier nämlich eher ein Miteinander als ein Gegeneinander.«

Hotze ist amtierender Deutscher Meister im Flippern und liegt in der Weltrangliste zurzeit auf Platz 61. Bereits im vergangenen Jahr war er beim Turnier in Bünde dabei. »Es ist schon besonders, dass hier so viele gute Spieler zusammenkommen«, sagt der Darmstädter, der seinen Lebensunterhalt als Elektroingenieur verdient. Profi zu werden sei für ihn keine Option: »Lohnende Preisgelder gibt es höchstens bei Turnieren in den USA, dort sind aber auch die Spieler richtig gut.«

Internationales Teilnehmerfeld

Zum »Pinball Universe Battle« kamen immerhin Spieler aus den Niederlanden, aus Belgien, Norwegen, Finnland, Schweden, Spanien, Italien, der Schweiz und Österreich. »Gespielt wird nach dem Schweizer Modell«, sagt Veranstalter Daniel Schwarz. »Das heißt, es geht jedes Mal eins gegen eins und jeder Spieler hat drei Bälle.« Nach der ersten Runde kommen die 32 Spieler mit den meisten Siegen weiter. »Die vier besten Spieler kommen dann in die Endrunde.«

Das Turnier in Bünde bietet noch weitere Anreize für die Spieler. Pinball Universe ist einer der größten Flipperautomatenhändler Europas. »Dadurch haben wir hier Weltneuheiten, die gerade erst auf den Markt gekommen sind«, sagt Schwarz. »Die wollen natürlich alle Spieler gerne ausprobieren.«

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