Mo., 15.10.2018

Radler-Duo soll den Mann verletzt haben – Prozess vertagt Autofahrer mit der Luftpumpe angegriffen?

Der Prozess am Amtsgericht wurde vorerst unterbrochen.

Der Prozess am Amtsgericht wurde vorerst unterbrochen. Foto: Daniel Salmon

Bünde (WB/jmg). Sie sollen einen Autofahrer mit einer Luftpumpe und Pfefferspray attackiert haben: Ein Cuxhavener (39) und eine Löhnerin (41) müssen sich seit gestern dafür vor dem Bünder Amtsgericht verantworten. Doch das Verfahren wurde vorerst unterbrochen.

Wie sich erst zu Beginn der Verhandlung herausstellte, läuft zurzeit vor dem Herforder Schöffengericht ebenfalls ein Verfahren gegen die beiden Angeklagten. Dabei soll es laut dem Verteidiger der Löhnerin um einen Fall des räuberischen Diebstahls in Löhne handeln – und zwar knapp eine Woche nach der in Bünde angeklagten Tat.

Frage der Schuldfähigkeit soll geklärt werden

Im Rahmen dieses Prozesses würden derzeit Gutachten über die Schuldfähigkeit der Angeklagten erstellt, hieß es vom zuständigen Bünder Richter: »Und das wäre natürlich auch für den hier verhandelten Fall relevant.« Zudem soll nun geprüft werden, ob die in Bünde angeklagte Tat im Zuge des Schöffengerichtsverfahrens verhandelt werden könne.

Opfer durch Notarzt versorgt

Das angeklagte Duo soll im Juni des vergangenen Jahres mit dem Rad auf der Bünder Elsestraße unterwegs gewesen sein. Dabei sollen sie mit einem Autofahrer in Streit geraten seien. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll der 39-Jährige in der Folge zunächst gegen den Wagen des Fahrer getreten haben. Danach habe sich eine Schubserei entwickelt, bei der der Angeklagte zu seiner Fahrradluftpumpe gegriffen haben soll. Damit soll er laut Staatsanwaltschaft auf den Autofahrer losgegangen sein. Die Löhnerin habe den Mann anschließend Pfefferspray ins Gesicht gesprüht, er habe daraufhin notärztlich versorgt werden müssen.

Angeklagte bereits eingewiesen

Laut Verteidiger soll die Angeklagte in der Vergangenheit bereits wegen Anzeichen einer psychischen Krankheit eingewiesen worden seien. Außerdem sei ihr im Klinikum Herford bereits einmal die Verhandlungsunfähigkeit bescheinigt worden, weshalb ein Termin des Schöffengerichtsprozessen abgesagt werden musste.

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