Mi., 17.10.2018

Gegenbesuch nach Jugendworkcamp in Weißrussland – Kulturabend am Donnerstag Wiedersehen in Bünde

Im Weißrussland waren die Teilnehmer des Jugendworkcamps mit der Renovierung der Häuser von alten Menschen beschäftigt

Im Weißrussland waren die Teilnehmer des Jugendworkcamps mit der Renovierung der Häuser von alten Menschen beschäftigt Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Bünde  (BZ). Drei Wochen ihrer Sommerferien haben zehn Jugendliche aus dem Kreis Herford im weißrussischen Lepel verbracht. Zusammen mit zwölf belarussischen Jugendlichen renovierten sie Häuser von hilfebedürftigen Menschen. Jetzt sind die Weißrussen zum Gegenbesuch nach Bünde gekommen.

Die Freude war groß, beim Wiedersehen am Bünder Bahnhof. Aus den Fremden sind Freunde geworden, aus einigen der »Arbeitskollegen« sogar Paare. Die gemeinsame Arbeit an den Häusern und Wohnungen von alten oder geistig beeinträchtigten Menschen in Lepel hat die Jugendlichen zusammengeschweißt. Nicht immer einfach waren die Lebensumstände der Menschen dort zu ertragen. Kaum isolierte Holzhütten, dreckige Toiletten, undichte Dächer. »Den Menschen war das oft sehr unangenehm«, erinnert sich die 16-jährige Carla. Umso dankbarer seien sie für die Hilfe gewesen.

Auf den Spuren des Zweiten Weltkriegs

Bei der Rückbegegnungswoche jetzt in Bünde steht keine Arbeit auf dem Programm. Stattdessen beschäftigt sich die Gruppe mit Themen aus der Vergangenheit. Bereits in Weißrussland waren die Jugendworkcamp-Teilnehmer auf den Spuren des Zweiten Weltkriegs unterwegs. Sie besuchten historische Stätten und sprachen mit Überlebenden. »Für die Rückbegegnungswoche haben wir das Thema ›Heimat‹ ausgewählt«, sagt Ulrike Jaeger. Seit 1996 organisiert die Gemeindepädagogin der Evangelischen Jugendregion Bünde-Ost das Workcamp.

Flucht und Vertreibung als zentrales Thema

»Wir werden einen Ausflug nach Bremen machen, dort einen Bunker besichtigen und mit Menschen sprechen, die im Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden«, erzählt Jaeger. Außerdem steht in Bünde der Besuch des Jugendzentrums Timeout auf dem Programm und ein Treffen mit einer internationalen Klasse. »Die Vertreibung aus der Heimat ist ja leider für viele Menschen heute sehr aktuell«, so Jaeger.

Kulturabend am Donnerstag, 18. Oktober

Die Jugendlichen beschäftigen sich außerdem mit den Vorbereitungen zum Deutsch-Belarussischen Kulturabend am Donnerstag, 18. Oktober. Da werden die Workcamp-Teilnehmer Interessierten ihre Arbeit vorstellen und ein Büffet mit typischen Speisen aus beiden Ländern kreieren.

Auf das Jugendworkcamp wurden jetzt auch die Leos aus Herford aufmerksam. Die Jugendorganisation machte den Lions Club Löhne aufmerksam auf die Arbeit von Ulrike Jaeger. Gemeinsam spendeten die beiden Organisationen 1450 Euro. »Wir möchten damit die Gesamtkosten für einen Jugendlichen für das Workcamp 2019 übernehmen«, sagten Jan Seewald, Schatzmeister der Leos, und Gerd Niermann vom Löhner Lions Club.

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