Do., 01.11.2018

Bünder Autorin Anke Schläger liest aus ihrem Buch »Taktgefühle« Bünde wird im Roman zu »Brocke«

Vor 25 Gästen hat die Bünder Autorin Anke Schläger (links) aus ihrem zweiten Roman »Taktgefühle« vorgelesen. Auch in ihrem aktuellen Werk steht ihre Heimat Bünde Pate für die fiktive Kleinstadt »Brocke«.

Vor 25 Gästen hat die Bünder Autorin Anke Schläger (links) aus ihrem zweiten Roman »Taktgefühle« vorgelesen. Auch in ihrem aktuellen Werk steht ihre Heimat Bünde Pate für die fiktive Kleinstadt »Brocke«. Foto: Thomas Klüter

Von Thomas Klüter

Bünde (BZ). So richtig gewöhnt hat sich Anke Schläger noch nicht daran, vor Publikum zu lesen. »Ich bin etwas nervös«, sagte die Autorin. Ihren zweiten Roman »Taktgefühle« stellte Schläger am Dienstag den 25 Gästen in der Mayerschen Buchhandlung vor.

Da die Autorin für die Lesung in ihre alte Heimat zurückgekehrt war, nutzten auch die Eltern und einige Verwandten die Gelegenheit, »ihre« Anke vorlesen zu hören. Was sicherlich auch ein wenig für Nervosität bei der Autorin sorgte.

Ähnlich aufgeregt schien auch Anja Zozmann zu sein. Die Leiterin der Bünder Filiale der Mayerschen Buchhandlung hatte für den Abend Wein, Snacks und Weingummi besorgt, rückte Stühle, begrüßte jeden Zuhörer persönlich und freute sich sichtlich über so viele Gäste und den Besuch der Autorin. »Anke Schläger wird Auszüge aus ihrem zweiten Buch lesen und ich bin mir sicher, dass Sie danach alle selber weiterlesen möchten«, sagte Anja Zozmann.

Ganz entspannt war Anke Schläger dann, als sie anfing vorzulesen. Von dem fiktiven Ort Brocke las die Autorin, der Bünde auf nicht ganz zufällige Weise sehr ähnlich ist. Ihre Protagonistin Elke hatte die ostwestfälische Kleinstadt mit 18 Jahren Hals über Kopf verlassen. Jetzt war sie wieder da, nur für eine Stippvisite, um gemeinsam mit ihrem Bruder den Verkauf des elterlichen Hauses zu organisieren. Natürlich wird Elke dabei von der Vergangenheit eingeholt. Und diese noch nicht wirklich abgeschlossene Vergangenheit steht der Protagonistin als Jugendliebe Walter gegenüber.

Hoher Wiedererkennungswert

Anke Schläger nahm die Zuhörer mit auf den Weg des früheren Paares durch die Stadt. Und besonders die Orte und Menschen, die Elke und Walter besuchten, haben beim Publikum wegen des Wiedererkennungswertes für Schmunzler und Lacher gesorgt. Die Musikschule tauchte darin auf und auch die Bünder Musikkneipe Dolbi und ihr langjähriger Wirt und Besitzer waren, wenn auch umgetauft, klar auszumachen.

Auch eine Gruppe von jüngeren Besuchern hörte Anke Schläger aufmerksam zu. »Noch spannender als die Lesung selbst war für mich, was die Autorin anschließend erzählt hat«, sagte die 17-jährige Ida. In gemütlicher Runde nahm sich die Autorin nämlich nach der Lesung Zeit und plauderte mit den Besuchern. Die Jugendlichen, die selbst davon träumen, mal ein Buch zu veröffentlichen wurden besonders aufmerksam, als Schläger von Agenturen und Verlagen berichtete, von mühseligen Bewerbungen und viel zu vielen Ablehnungen. »Ich habe dann irgendwann einen freien Lektor engagiert«, so die Autorin. »Danach musste ich zwar einen Großteil meines Buches neu schreiben, aber im Nachhinein betrachtet bin ich für dieses ehrliche Kritik natürlich dankbar«, sagte Schläger.

Die 52-Jährige ist eigentlich in der Öffentlichkeitsarbeit bei einem Gütersloher Gerätehersteller tätig und schreibt ihre Bücher in der Freizeit. Für ihren dritten Roman hat Anke Schläger natürlich längst neue Ideen. »Und es ist jetzt schon sicher, dass er in Bünde beginnen wird«, so die Autorin.

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