Nach Schließung: Hans Rüter will bekanntes Café Anfang 2019 wiedereröffnen
Bald gibt’s wieder Piroggen im Finlandia

Bünde (WB). Vor gut 30 Jahren hatte er gemeinsam mit seiner Ehefrau Eija die Idee, ein finnisches Café in Bünde zu eröffnen, hat selber die ersten Holzbalken des kleinen Blockhauses aufeinandergesetzt. Nachdem das Finlandia jahrelang verpachtet war, will Hans Rüter ihm seinen ursprünglichen Charakter samt finnischer Speisen zurückgeben.

Mittwoch, 05.12.2018, 06:21 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 06:30 Uhr
Das Café Finlandia soll Ende Januar oder Anfang Februar wiedereröffnen und dann wie in seiner Gründungszeit finnische Spezialitäten anbieten. Dafür will sich Gründer Hans Rüter einsetzen. Er selbst wird allerdings nur im Hintergrund tätig sein. Foto: Kathrin Weege
Das Café Finlandia soll Ende Januar oder Anfang Februar wiedereröffnen und dann wie in seiner Gründungszeit finnische Spezialitäten anbieten. Dafür will sich Gründer Hans Rüter einsetzen. Er selbst wird allerdings nur im Hintergrund tätig sein. Foto: Kathrin Weege

Gerade erst vor 14 Tagen hatte Pächterin Nicola Meier das Café geschlossen (wir berichteten). »Finnisch war im kleinen Holzhaus schon lange nichts mehr. Das soll sich nun ändern«, sagt Rüter, der selber aber nur im Hintergrund mitwirken wird.

Eröffnung Anfang 2019

Mit Unterstützung der in Bünde lebenden Finnin Sanna Grund soll es bald wieder finnische Waffeln mit Blaubeeren und Piroggen – das sind mit Lachs oder Rentierschinken gefüllte Brottaschen – geben. »Das waren damals neben dem finnischen Bier die Renner«, erzählt Hans Rüter, der heute noch als Vertretungslehrer in Bielefeld-Quelle arbeitet. Sanna Grund werde den zukünftigen Mitarbeitern zeigen, wie die finnischen Gerichte richtig zubereitet werden.

Zunächst muss noch einiges in dem Blockhaus renoviert werden. »Ich hoffe, dass wir Ende Januar, Anfang Februar neu eröffnen können«, so Rüter, der ehemaliger Fußballer der SG Bünde 08 war.

Blockhaus selber aufgebaut

Der Bünder kann sich noch gut an die Anfänge erinnern: »Die eigentliche Idee hatte meine Frau. Damals gab es chinesische, italienische oder jugoslawische Restaurants in Bünde – aber nichts Skandinavisches.« 1989 kam dann der Bausatz des Hauses aus Finnland an. Mit der Hilfe seines Schwiegervaters Erkki Isoato und einiger ehemaliger Schüler von Rüter, der damals am Söderblom-Gymnasium in Espelkamp arbeitete, stand das Haus schon kurze Zeit später. »Wir hatten in der Anfangszeit viel zu tun. Wir wurden überrannt und waren auch keine gelernten Gastronomen. Daran zerbrach auch unsere Ehe. Meine Frau ging zurück nach Finnland«, erzählt Rüter.

Dach soll erneuert werden

Mit Mitarbeitern hielt er den Betrieb am Laufen. Die beste Zeit habe das Café Mitte der 1990er gehabt. Die Kunden kamen nicht nur aus Bünde, sondern der ganzen Region. Anfang der 2000er habe er das Café innerhalb der Familie abgegeben, 2008 wurde es dann fremdverpachtet. Der erste Pächter blieb nur ein paar Wochen, der zweite sei nach zwei Jahren einfach über Nacht verschwunden. Kontinuität kehrte dann mit Nicola Meier ein, die das Café 2013 übernahm. Sie hatte zuletzt beklagt, dass es ins Finlandia hineinregne, das Dach defekt sei. »Hier regnet es nicht herein. Das Dach wurde fachgerecht ausgebessert. Für 2019 planen wir, es zu erneuern«, sagt Rüter. Und natürlich wird sich in Sachen Inneneinrichtung auch etwas tun – es soll wieder urig-finnisch werden. Aus der Ferne unterstützt ihn auch seine Ex-Frau. Rüter: »Wir haben immer noch viel Kontakt.«

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