Do., 06.12.2018

UWG will nicht genutzte Rasenfläche in Ahle ökologisch aufwerten Blumenwiese auf dem Friedhof

Eine Rasenfläche auf dem Friedhof in Ahle soll in eine Blumenwiese umgewandelt werden. Diesen Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) unterstützten im zuständigen Hauptausschuss die Vertreter aller Parteien.

Eine Rasenfläche auf dem Friedhof in Ahle soll in eine Blumenwiese umgewandelt werden. Diesen Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) unterstützten im zuständigen Hauptausschuss die Vertreter aller Parteien. Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Bünde (BZ). Der Friedhof in Ahle ist 1958 erweitert worden. Teile von ihm werden seit dieser Zeit – also seit nunmehr 60 Jahren – nicht genutzt, müssen regelmäßig gemäht werden. Diese Mäharbeiten werden durch Rasenkanten und Schotterwege erschwert.

Die UWG Bünde hat sich vor Ort umgeschaut und vertritt die Auffassung, dass sich hier etwas ändern muss. Sie hat deshalb nicht nur einen, sondern gleich drei Anträge gestellt, mit denen sich am Dienstagabend der Hauptausschuss auseinandersetzte.

Um die brachliegende Fläche künftig mit deutlich weniger Zeitaufwand zu pflegen, sollten die vorhandenen Kantsteine entfernt und die Schotterwege mit Erde aufgefüllt werden, fordern die Freien Wähler. Doch damit nicht genug. Sie plädieren außerdem dafür, dass die Dorfgemeinschaft Ahle die Erlaubnis erhält, auf der nicht genutzten Fläche Blumenzwiebeln (Frühblüher) einzupflanzen, um die Fläche optisch aufwerten.

»Gedächtnisbaum« für Verstorbene

Fernziel sei eine ökologisch wertvolle und artenreiche Blumenwiese, heißt es in dem Antrag. Die Bepflanzung werde ohne Kosten für die Stadt umgesetzt.

In eine ganz andere Richtung hingehen geht dritte Antrag der UWG. Bürgern solle es ermöglicht werden, im Rahmen der Bestattungsform »Tree of Live« einen »Gedächtnisbaum« für ihre verstorbenen Angehörigen auf dieser Fläche anpflanzen zu können. Die Verwaltung solle eine dafür erforderliche Änderung der Friedhofssatzung formulieren.

Für die ersten beiden Anträge gab es allgemeine Zustimmung von Seiten der anderen Parteien. »Wir begrüßen das im Grundsatz«, betonte Martin Schuster (CDU). Allerdings solle man nicht nur Frühblüher pflanzen, sondern eine Staudenmischbepflanzung in Erwägung ziehen, die den heimischen Insekten und auch Bienen ganzjährig ein Blütenangebot bereitstellen würde.

»Erheblicher Aufwand«

Unterstützung kam von den Grünen. Deren Fraktionschefin Stefanie Janßen erinnert daran, dass speziell für solche Anträge ein Umweltbeirat sinnvoll wäre. Sie sprach sich dagegen aus, in dieser Angelegenheit die Hilfe der Kommunalbetriebe Bünde (KBB) in Anspruch zu nehmen.

Generell begrüße man den Antrag der UWG, sagte auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kieper. »Diese Fläche musste bislang immer mit erheblichem Aufwand gepflegt werden.« Allerdings sei aus ihrer Sicht – und auch mit Blick auf neue Bestattungsformen – ein neues Gesamtkonzept für die Bünder Friedhöfe erforderlich. Damit rief sie den Widerspruch der CDU hervor. Zumindest für eine Blumenwiese sei kein Gesamtkonzept erforderlich, betonte Dr. Heinz-Georg Beneke.

Bei der Abstimmung sprachen sich die Kommunalpolitiker einstimmig für die ersten beiden Anträge aus. Über neue Bestattungsformen (Gedächtnisbaum) soll in der nächsten Hauptausschusssitzung im März beraten werden.

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