Mo., 14.01.2019

Die »Ehrlich Brothers« aus Bünde unterhalten in Halle 13.000 Besucher Heimspiel für das Magier-Duo

Andreas Ehrlich (links) und sein vier Jahre jüngerer Bruder Chris begeisterten am Samstag in Halle 13.000 Besucher.

Andreas Ehrlich (links) und sein vier Jahre jüngerer Bruder Chris begeisterten am Samstag in Halle 13.000 Besucher. Foto: Johannes Gerhards

Von Johannes Gerhards

Halle(WB). Nicht einmal ein Jahr nach ihren letzten Auftritten in Ostwestfalen haben die »Ehrlich Brothers« Andreas (40) und Chris (36) erneut die Zuschauer im ausverkauften Gerry-Weber-Stadion begeistert.

»Faszination« war der Titel ihrer magischen Show mit spektakulären Großillusionen und kleinen, aber feinen Tricks, die die Menschen immer wieder bezaubern und verwundert zurück lassen. Zwei Shows lieferten die beiden am Samstag ab – eine mittags, eine abends. 13.000 Menschen sahen insgesamt zu.

Seit 2004 sind die vom magischen Zirkel mehrfach ausgezeichneten »Ehrlich Brothers« aus Bünde unterwegs und füllen regelmäßig Hallen und Stadien. Im Oktober beeindruckten sie sogar Prince Charles bei einer Gala zu seinem 70. Geburtstag im Londoner Palladium Theater.

Teleportation und Pyro-Effekte

Pyro-Effekte gehören bei den Magiern dazu Foto: Johannes Gerhards

Zu Beginn der Show beobachten die Zuschauer die beiden noch auf drei großen Leinwänden in ihrer Werkstatt bei der Entwicklung neuer Kunststücke. Wenig später »teleportieren« sie sich unter spektakulären Pyro-Effekten auf die Bühne. Mit zwölf Trucks sind sie auf Tournee, angeblich haben sie seinerzeit mit einem Flohzirkus angefangen.

Übrig geblieben aus dieser Ära ist der mikroskopisch kleine Artist »Klitzeklino«, der unter anderem den dreifachen Flohsalto ins Miniplanschbecken beherrscht. Mittels »Superhelium« muss sich Chris von seinem älteren Bruder in eine Bauchrednerpuppe verwandeln lassen.

Später rächt er sich an Andreas, indem er mit dessen »abgetrennten Beinen« stiften geht. Die beiden pflegen einen recht despektierlichen und gelegentlich auch etwas schlüpfrigen Umgangston, kriegen aber immer wieder die Kurve, ohne in Plattitüden abzuschweifen.

Publikum ist Teil der Show

Wenn das Publikum mit einbezogen wird, geschieht das letztlich auf respektvolle Art und ist immer mit einer kleinen Belohnung verbunden.Hier wandern Münzen durch eine Glasplatte, dort verzehnfacht ein Fünf-Euro-Schein seinen Wert. Eine Papierblume geht in Flammen auf und wird zur echten Rose, und der aus Draht geformte Schriftzug »Danke« verwandelt sich in ein Herz, das in den Bühnenhimmel entschwebt. Mit diesem poetischen Moment erinnern die Brüder an ihren verstorben Vater, mit dem sie ihre Illusionen zum Teil über Jahre hinweg entwickelt haben.

Dazu gehören die Metamorphose eines Spielzeug-Autos zum echten Monstertruck, das Erscheinen von Personen inklusive Motorrads aus einem überdimensionierten Tablett, und die Tänzerin, deren Kleid mehrfach die Farbe wechselt, bevor sie sich in Nichts auflöst. Auch der aus dem Fernsehen bekannte »Magier mit der Maske« bekommt als »Phantasiezerstörer« sein Fett weg, und anscheinend können sich die Ehrlich-Brothers mit ihrem Zauber-Quad schneller bewegen als der Blitz.

Am 10. Mai gastieren die Zauberer aus Bünde erneut im Gerry-Weber-Stadion. Und sie arbeiten an einer neuen Show, die unter dem Titel »Dream & Fly« alle bisherigen Dimensionen sprengen soll. Andreas und Chris Ehrlich sprechen vom »größten Magie-Spektakel, das jemals für eine Tour produziert wurde«.

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