Geplante Neubaumaßnahme könnte vom Landesprogramm ISEK profitieren
Millionenförderung fürs Freibad möglich

Bünde  (WB). Das ist mal eine gute Nachricht: Scheinbar können für den geplanten Neubau des Bünder Freibades Fördermittel in Millionenhöhe beantragt werden.

Samstag, 02.02.2019, 14:01 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 14:40 Uhr
Bis zu 4,7 Millionen Euro könnte aus den ISEK-Fördertöpfen zum Badneubau zugeschossen werden. Foto: Daniel Salmon
Bis zu 4,7 Millionen Euro könnte aus den ISEK-Fördertöpfen zum Badneubau zugeschossen werden. Foto: Daniel Salmon

Eine entsprechende Mitteilung konnte Technischer Beigeordneter Andreas Siepenkothen den Mitgliedern des Planungsausschusses am Donnerstagabend überbringen. Bei einem Gespräch mit der Detmolder Bezirksregierung in der Vorwoche habe die Verwaltung erfahren, dass das Freibad grundsätzlich über Mittel des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts – kurz ISEK – förderfähig sei. Daher soll das Projekt in die entsprechenden Anträge, idealerweise schon zum Ende diesen Monats, aufgenommen werden.

60 Prozent an Fördermittel

Wie mehrfach berichtet, geht man derzeit mit Kosten von rund 7,8 Millionen für den Neubau aus. Kommt Bünde – beziehungsweise die städtische Tochter EWB als Bauherr des Bades – beim ISEK zum Zug, könnte man mit einer Zuwendung aus den Töpfen der Regelförderung in Höhe von 60 Prozent der Gesamtsumme rechnen. Das wären immerhin 4,7 Millionen Euro. Der Rest verbliebe als Eigenanteil, der im Wirtschaftsplan der EWB abgebildet werden müsste.

Laut Carsten Lottner, Diplom-Ingenieur beim von der Stadt beauftragten Büro DSK, erhöht sich der für das ISEK-Programm gesteckte Rahmen förderungsfähiger Ausgaben durch die Hinzunahme des Freibadneubaus von 10 auf rund 17,7 Millionen Euro. »Das bedeutet, dass Bünde in den nächsten acht bis zwölf Jahren für die 20 kurz- bis mittelfristige Maßnahmen mit rund 10 Millionen Euro Förderung rechnen kann«, führte Lottner aus. Er erklärte zudem, dass noch vor dem Sommer eine Delegation der Bezirksregierung und des NRW-Heimatministeriums in der Else­stadt vorbeikommen und sich über die geplanten Maßnahmen informieren wollen. Die ersten Bescheide für förderfähige Vorhaben könnten dann nach dem Sommer rausgehen.

Stadtrat entscheidet am 7. Februar

»Da sind einige Maßnahmen drin, die uns gut zu Gesicht stehen«, meinte UWG-Ratsherr Armin Kuschel mit Blick auf das geplante ISEK-Gesamtpaket, dem der Ausschuss auch mehrheitlich zustimmte. Das letzte Wort in der Sache hat dann der Stadtrat, der am kommenden Donnerstag, 7. Februar, tagt.

Uneinig zeigten sich die Ausschussmitglieder allerdings über eine Liste mit sogenannten Perspektivmaßnahmen, die in die ISEK-Planung mit aufgenommen werden sollen. Das Volumen dieser 21 Projekte, die an noch einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft angegangen werden könnten, beträgt rund elf Millionen Euro.

Während die UWG und die CDU den André-Park als mögliche Fördermaßnahme aus der Liste streichen lassen wollten, hätte die FDP gerne auf den Goetheplatz als Bestandteil des Pakets verzichtet. »Es ist gar nicht in Stein gemeißelt, dass wir diese Perspektivmaßnahmen überhaupt angehen«, so Andreas Siepenkothen. Ohnehin konnte der Ausschuss diese Projekte in der Sitzung nur zur Kenntnis nehmen und nicht darüber beschließen.

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