Di., 12.02.2019

Bünder Schützengesellschaft stellt neue Trendsportart vor Schießen mit dem Blasrohr

Die Bünder Schützen haben das Gewehr mal gegen ein Blasrohr ausgetauscht. Wibke Stellmacher schießt zum ersten Mal mit dem ungewöhnlichen Sportgerät.

Die Bünder Schützen haben das Gewehr mal gegen ein Blasrohr ausgetauscht. Wibke Stellmacher schießt zum ersten Mal mit dem ungewöhnlichen Sportgerät. Foto: Marisa Eckschmidt

Von Marisa Eckschmidt

Bünde  (WB). Nicht mit dem Gewehr, sondern mit dem Blasrohr schießen – das haben etwa 30 Bünder Schützen am Sonntag ausprobiert. Karl-Heinz Gollmer vom Schützenverein Oldinghausen ist ausgebildeter Trainer und präsentierte den Trendsport: Ein Pfeil wird durch ein 1,2 Meter langes Aluminiumrohr auf eine Zielscheibe geblasen.

 

»Wer einmal angefangen hat, kann nicht mehr aufhören. Das ist wie das Spucken von Kirschkernen«, lockt Gollmer die Teilnehmer heran. Die Rohre haben Durchmesser von 10 oder 16 Millimetern. Außerdem gibt es verschiedene Distanzen, über die geschossen wird: Kinder überwinden fünf Meter, Jugendliche sieben und Erwachsene zehn. »Da es bei diesem Sport keine Altersbeschränkung gibt, ist er vor allem für Kinder und Jugendliche sehr interessant«, erklärt Gollmer. Joachim Brand, Vorsitzende der Bünder Schützengesellschaft, ergänzt: »Wir möchten unser Angebot erweitern und uns damit breiter aufstellen. Das Blasrohrschießen ist auch eine Möglichkeit für die, die keine Schusswaffe benutzen dürfen«.

Wichtig: Sicherheit und Sauberkeit

Besonders wichtig sind bei der Ausübung die Sicherheit und Sauberkeit, da der Schütze die Pfeile nach dem Blasen von der Zielscheibe nimmt und somit in die Schussrichtung geht. Außerdem wird das Mundstück vor und nach dem Schießen gereinigt.

»Das Schießen ist eine Beschäftigung, um Kopf und Körper frei zu kriegen«, erklärt Carsten Stellmacher, Leiter der Sportabteilung und Bataillonsfeldwebel. Es fördere die Konzentration und sei somit vor allem für Kinder eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Das Blasrohrschießen stößt als aktuelle Trendsportart vor allem bei Jugendlichen auf großes Interesse. Die Veranstaltung wurde zum Ausprobieren und Kennenlernen durchgeführt. »Wir wollten schauen, ob das auch etwas für unseren Verein ist und haben beobachtet, dass es auf große Begeisterung stößt. Nun möchten wir das gerne umsetzen«, resümiert Stellmacher. Auch mit den bekannten Luft- und Kleinkalibergewehren schossen die Teilnehmer.

Karl-Heinz Gollmer übt den Sport seit vier Jahren aus. »Ich suche mir immer außergewöhnliche Sportarte aus. Früher interessierte ich mich für Biathlon, aber da es schwierig ist, den Sport hier auszuüben, bin ich dann zum Blasrohrschießen gekommen«.

In Bayern bereits etabliert

In Bayern ist die Sportart bereits etabliert, in Nordrhein-Westfalen kennen sie noch nicht viele Menschen. In der Region ist die Bünder Schützengesellschaft der dritte Verein, der es anbieten möchte. »Dann können beispielsweise auch vereinsübergreifende Veranstaltungen mit Blasrohrwettkämpfen stattfinden«, freut sich Gollmer. Sein Ziel ist es, das Blasrohrschießen mehr Menschen nahe zu bringen und bekannter zu machen.

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