Fr., 15.03.2019

DRK eröffnet ambulante Wohngruppe für Demente – Tag der offenen Tür am 30. März Betreuung rund um die Uhr

Violetta Jaskulski (stellv. Pflegedienstleiterin), Caprice Schulz (Pflegedienstleiterin) und Britta Bergmann (DRK-Fachbereichsleiterin Pflege, von links) im Sinnesgarten, der Bestandteil der Wohnanlage für an Demenz Erkrankte ist.

Violetta Jaskulski (stellv. Pflegedienstleiterin), Caprice Schulz (Pflegedienstleiterin) und Britta Bergmann (DRK-Fachbereichsleiterin Pflege, von links) im Sinnesgarten, der Bestandteil der Wohnanlage für an Demenz Erkrankte ist. Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Bünde  (WB). Etwa 1,7 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind, leben derzeit in Deutschland. Wenn das Wohnen zuhause für die Betroffenen zum Risiko wird, bieten spezielle Wohngruppen eine Versorgung. Eine diese Wohngruppen hat nun das DRK (Soziale Dienste OWL) an der Südlenger Straße eröffnet – und sorgt damit für eine Premiere in Bünde.

Die Räumlichkeiten sind zwar schon fertig. Noch fehlen aber die Mieter in der Demenz-WG in der Südlenger Straße 34-36. Bis zu acht Bewohner sollen künftig in der Wohngruppe leben und dort rund um die Uhr betreut werden. »Das darf man sich jedoch nicht als geschlossene Einrichtung vorstellen – wir sind ein ambulanter Versorger«, informiert DRK-Pflegedienstleiterin Caprice Schulz.

Eigene Apartments

Jeder Bewohner verfügt in der Wohngruppe über ein eigenes, etwa 20 Quadratmeter großes Apartment mit Badezimmer. Zwei dieser Wohneinheiten seien dabei speziell auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern zugeschnitten, so Caprice Schulz. Herzstück der Wohngruppe sei dabei ein geräumige Wohnküche, zu der neben der eigentlichen Küche ein Ess- und ein Wohnzimmer gehören.

Dieser soziale Mittelpunkt ist auch für das zugrunde liegende Betreuungskonzept von herausragender Bedeutung. »Wir wollen die Bewohner in die alltäglichen Aufgaben mit einbeziehen. So ist beispielsweise geplant, dass wir gemeinsam Kochen, aber auch das Waschen der Wäsche oder das Einkaufen gemeinschaftlich erledigen«, sagt die Pflegedienstleiterin. Dabei würden die Bewohner selbstverständlich durch Betreuungs- und Pflegekräfte des DRK unterstützt.

Selbstständigkeit fördern

»Durch die Einbindung des Einzelnen in den Alltag der Gemeinschaft erleben die Bewohner ein Wir-Gefühl und machen so die wichtige Erfahrung, dass sie noch gebraucht werden«, so Christina-Carolin Rempe, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Sozialen Dienste des DRK.

Durch die gemeinschaftliche Wohnform wolle man zum einen eine Isolierung der an Demenz Erkrankten vermeiden, zum anderen aber die Selbstständigkeit und die Selbstbestimmung der Betroffenen erhalten.

Sinnesgarten

Doch nicht nur in den Räumlichkeiten soll Gemeinschaft groß geschrieben werden. Ein sogenannter Sinnesgarten bietet den Bewohnern Raum für Spaziergänge und kleine Gartenarbeiten. Zugänglich ist der Garten dabei nur über die Räumlichkeiten der Wohngruppe.

»Hier finden die Bewohner Sitzgruppen vor. Gemeinsam können sie Kräuter für die Küche ernten oder vielleicht auch selber in einem Hochbeet Gemüse ziehen«, erzählt Violetta Jaskulski, stellvertretende DRK-Pflegedienstleiterin.

Tag der offenen Tür

Bei einem Tag der offenen Tür, der am Samstag, 30. März, von 10 bis 12 Uhr stattfindet, besteht die Möglichkeit, sich selber ein Bild von der Einrichtung zu machen. DRK-Pflegedienstleiterin Caprice Schulz führt dann mit ihren Mitarbeiterinnen gemeinsam durch die Wohngruppe und beantwortet Fragen.

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