Di., 16.04.2019

Prozess gegen Autofahrer vor dem Bünder Amtsgericht startet nächste Woche Frontal auf Streifenwagen zugefahren?

Foto: dpa

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Nötigung und versuchte gefährliche Körperverletzung: Wegen dieser drei Vorwürfe muss sich in der kommenden Woche ein Autofahrer vor dem Bünder Amtsgericht verantworten.

Tatort dieser drei Delikte soll laut Anklageschrift Mitte vergangenen Jahres die Gerhart-Hauptmann-Straße in der Elsestadt gewesen sein. Zu nachtschlafender Zeit soll der Angeklagte – zum angegebenen Tatzeitpunkt war er 29 Jahre alt – mit seinem Wagen auf der Strecke unterwegs gewesen sein.

Als ihm ein anderes Fahrzeug entgegenkam, so formuliert die Staatsanwaltschaft, habe der Mann seinen Wagen unvermittelt auf die Gegenfahrspur gelenkt und sei mit Aufblendlicht auf das Auto zugefahren. Was der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht ahnte: Bei dem anderen Wagen handelte es sich um eine Polizeistreife.

Beamte mussten Vollbremsung hinlegen

Um eine Kollision mit dem Fahrzeug des jungen Mannes zu vermeiden, habe der Beamte am Steuer des Polizeiautos letztlich eine Vollbremsung hinlegen müssen. Laut Amtsgerichtsdirektor Thomas Bröderhausen sei bei dem Manöver glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen.

Die Polizisten hätten ihren Wagen im Anschluss an den vermeintlichen Beinahe-Zusammenstoß dann gewendet, seien dem Angeklagten gefolgt und hätten ihn schließlich auch stellen können.

Der Prozess beginnt am Donnerstag um 9 Uhr. Die Verhandlung ist öffentlich.

Kommentare

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6546218?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F