Mo., 06.05.2019

Mediziner beschäftigen sich in Bünde mit der Gründung von Versorgungszentren Mehr Ärzte für ländliche Regionen

Vertreter der größten und professionellsten Arztnetze aus ganz Deutschland trafen sich zum Workshop in Bünde.

Vertreter der größten und professionellsten Arztnetze aus ganz Deutschland trafen sich zum Workshop in Bünde. Foto: Salmon

Bünde (WB). Vertreter der größten und professionellsten Arztnetze aus ganz Deutschland sind jetzt nach Bünde gereist, um sich in der Netzzentrale der MuM – Medizin und Mehr über Ziele, Chancen und Risiken der Gesundheitsversorgung auszutauschen und künftige Rahmenbedingungen zu entwickeln.

Im Fokus stand das aktuelle Thema der Gründung von Medizinischen Versorgungszentren in der Hand von Arztnetzen.

Rund 400 Arztnetze und Gesundheitsverbünde gibt es derzeit in Deutschland. Vertreten werden ihre Interessen durch die 2011 gegründete Agentur deutscher Arztnetze (AdA), ein Zusammenschluss der größten und professionellsten Arztnetze und Gesundheitsverbünde in Deutschland. Auch die MuM – Medizin und Mehr zählt hierzu. Im Frühjahr 2019 ist Annette Hempen, Geschäftsführerin von MuM, in den Vorstand gewählt worden. Sie unterstützt nun neben Constanze Liebe (Ärztenetz Lippe GmbH) und Mark Kuypers (solimed – Ärztliches Qualitätsnetz Solingen) den Vorstandsvorsitzenden Dr. Thomas Schang (Ärztenetz Eutin-Malente) und seinen Stellvertreter Dr. Thomas Koch (Regensburger Ärztenetz). Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Interessen und Kompetenzen der Mitglieder zu bündeln und sich auf Bundesebene besser zu positionieren.

Antwort auf Ärztemangel

Mit ihrer Einladung nach Bünde griffen die Vorstände Dr. Gesa Fiedler und Dr. Hans-Jürgen Beckmann und die Geschäftsführerin Annette Hempen ein Thema auf, das aktueller denn je ist: Die Gründung Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) in Hand von Arztnetzen. Im März wurde das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) beschlossen – die Antwort auf eine politische Forderung der AdA. Das Gesetz ermöglicht anerkannten Arztnetzen, MVZs zu gründen und so für eine verbesserte Versorgung Arztsitze zu erwerben und Ärzte anstellen zu dürfen. Vor allem in ländlichen Regionen mit steigendem Ärztemangel könne dies eine Antwort auf bestehende Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung sein, sagen die Mediziner. Bereits in vielen anderen Projekten wie TELnet@NRW oder dem Pflegeheimprojekt arbeitet MuM in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern daran, die Versorgung in der Region zu verbessern.

Wie das neue Gesetz nun ebenfalls erfolgreich in die konkrete Umsetzung gehen kann und welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, ist jetzt in der Bünder Netzzentrale im Rahmen eines Workshops von den AdA-Mitgliedern ermittelt worden.

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