Sa., 18.05.2019

Südring: Anwohnerinnen wollen bei nächstem Vorfall Anzeige erstatten Ekelhaft! Hundekot auf Terrasse und Balkon geworfen

Sabine Schäfer ist verärgert: Über die hohe Steinmauer hinweg wirft ein Unbekannter immer wieder gefüllte Hundekot-Beutel auf die Terrasse und sogar auf den Balkon des ersten Obergeschosses. Auch jetzt liegt gerade ein roter Beutel auf dem Grundstück – dieses Mal allerdings vor der Mauer. Der Werfer hatte wohl nicht genug Schwung.

Sabine Schäfer ist verärgert: Über die hohe Steinmauer hinweg wirft ein Unbekannter immer wieder gefüllte Hundekot-Beutel auf die Terrasse und sogar auf den Balkon des ersten Obergeschosses. Auch jetzt liegt gerade ein roter Beutel auf dem Grundstück – dieses Mal allerdings vor der Mauer. Der Werfer hatte wohl nicht genug Schwung.

Von Kathrin Weege

Bünde (WB). Ekelhafte Überraschung auf der Terrasse: Unbekannte haben wiederholt gefüllte Hundekotbeutel auf die Terrasse von Marie-Liese Dannhauer geworfen. Zweimal flog die Tüte auch auf den Balkon ihrer Mieterin Sabine Schäfer im ersten Obergeschoss.

»Das ist bisher schon etwa sechs Mal in unregelmäßigen Abständen vorgekommen – ich habe mich maßlos geärgert«, sagt die Bünderin, die gerade 89 Jahre alt geworden ist. »Und ich habe doch hier mit keinem Clinch«, meint sie. Auch jetzt liegt gerade wieder ein gefüllter roter Kotbeutel am Wohnhaus – allerdings vor der Mauer zur Terrasse. Der Werfer hatte wohl nicht ausreichend Schwung.

Hundekotbeutel geplatzt

Vor Ostern hatte Marie-Liese Dannhauer ihre Wohnung auf Vordermann gebracht und alles geputzt. »Ich traf gerade meine Mieterin und erzählte ihr, dass ich endlich alles fertig habe. Sie sagte mir, ich müsse unbedingt auf die Terrasse kommen«, erzählt die Seniorin. Was sie da sah und vor allem roch, war mehr als unerfreulich.

Der Kotbeutel-Werfer hatte wieder eine Tüte auf den Terrasse geschmissen. Dieses Mal war sie offensichtlich gegen die Hauswand geprallt und fiel dann vor den Tisch. »Der Beutel war geplatzt – der Kot an die Fassade und auf den Fußboden gespritzt«, blickt Dannhauer zurück. Kurzerhand griff sie zur Gießkanne, machte alles nass und entfernte den Dreck.

Die Hundekotbeutel waren immer rot. Foto: Kathrin Weege

»In den Tüten ist jedes Mal ein eher großer Haufen gewesen, der Hund muss also schon eine gewisse Größe haben«, meint die Bünderin. Um überhaupt auf die Terrasse zu zielen, muss der Unbekannte über eine hohe Mauer werfen. Das sei gar nicht so leicht möglich – genauso wie der Wurf auf den Balkon.

»Ich weiß nicht, wer der Beutelwerfer sein könnte. Ich habe auch rein gar nichts gegen Hunde. Ich hatte schon Mieter mit Haustieren. Das ist überhaupt kein Problem für mich«, so Marie-Liese Dannhauer.

Keine weiteren Vorfälle in Bünde bekannt

Inzwischen hat sie beim Ordnungsamt der Stadt Bünde angerufen. »Ich wollte wissen, ob so etwas schon öfter vorgekommen ist«, sagt sie. »Weitere solcher Fälle sind bei der Stadtverwaltung nicht bekannt«, so Doris Greiner-Rietz auf Anfrage. Die Pressesprecherin der Stadt Bünde erklärt, dass das Ordnungsamt aktuell keine Handhabe habe. »Ordnungswidrigkeiten können nur geahndet werden, wenn der Täter auf frischer Tat ertappt wird. In diesem Fall bleibt nur eine Anzeige bei der Polizei.«

Anzeige haben die beiden Frauen vom Südring bisher nicht erstattet. Komme es aber zu einem weiteren Vorfall, werde sie das direkt nachholen, sagt Dannhauer. Bei der Feier zu ihrem Geburtstag hatte sie mit ihren Bekannten und der Familie auch über diese Vorfälle gesprochen. Alle hatten ihr ebenfalls empfohlen, sich an die Polizei zu wenden.

Polizei empfiehlt: Anzeige erstatten

»Anzeige zu erstatten, macht hier auf jeden Fall Sinn«, rät auch Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier. Gerade wenn ein Schaden entstehe, sei es wichtig, die Angelegenheit zu dokumentieren – beispielsweise für Versicherungen. Das Werfen von Kotbeuteln stelle zwar keinen Straftatbestand, sehr wohl aber eine Ordnungswidrigkeit dar. »Man kann hier von ›wildem Müllabladen‹ sprechen«, sagt Lah-Schnier. Wird der Beutelwerfer mal erwischt, kann er belangt werden. »Nur kann ich ja nicht Tag und Nacht meine Terrasse im Blick haben«, sagt die Seniorin.

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