Do., 13.06.2019

Polizei: »Bereich im Kurgebiet ist kein Unfallschwerpunkt« Bäderstraße: Tempo 50 statt 30

Seit März darf auf der Bäderstraße im Bereich des Kurbetriebs Tempo 50 statt wie bisher 30 gefahren werden.

Seit März darf auf der Bäderstraße im Bereich des Kurbetriebs Tempo 50 statt wie bisher 30 gefahren werden. Foto: Kathrin Weege

Von Kathrin Weege

Bünde (WB). Schon oft habe es auf der Bäderstraße in Randringhausen Unfälle gegeben, meint ein besorgter Leser dieser Zeitung. Gerade am Donnerstag vergangener Woche habe es wieder gekracht.

»Ein Auto ist von der Fahrbahn abgekommen, erst gegen eine Straßenlaterne und dann gegen einen Baum gefahren«, ergänzt er und bemängelt, dass an der besagten Stelle im Kurgebiet das Tempo von früher 30 auf jetzt 50 Stundenkilometer angehoben wurde. Die Geschwindigkeitsumstellung wurde im März dieses Jahres vorgenommen.

Stelle ist kein Unfallschwerpunkt

Polizeisprecher Uwe Maser bestätigte den Unfall von vergangenem Donnerstagmorgen: »Die Kollegen hatten etwa eine Stunde vor Ort zu tun, es handelte sich aber um einen Bagatellunfall.« Die Stelle sei kein Unfallschwerpunkt.

»Im Rahmen eines Ortstermins mit den zuständigen Behörden – Kreis Herford, Bezirksregierung, Polizei und Straßenverkehrsbehörde – wurde unter Berücksichtigung der besonderen Gefahrenlage festgestellt, dass eine Notwendigkeit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h dort nicht gegeben ist«, erklärt Doris Greiner-Rietz, Sprecherin der Stadt Bünde, zur Tempoanpassung.

Geh- und Radweg sorgt für Sicherheit

Die Kreisstraße befindet sich außerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Sie verfügt in dem betroffenen Straßenabschnitt über einen begleitenden Geh- und Radweg. »Eine sichere Überquerung ist den schwächeren Verkehrsteilnehmern an zwei Fußgängersignalanlagen gewährleistet«, so Greiner-Rietz. Die Sicherheit von Fußgängern oder Radfahrern sei also keinesfalls durch die Geschwindigkeitserhöhung gefährdet. »Eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h wäre gegenüber dem fließenden Verkehr nicht gerechtfertigt«, heißt es seitens der Stadt Bünde.

Auch ergab eine Überprüfung der Polizei, dass es in dem Straßenabschnitt kaum Unfälle gegeben hat. Maser führt dazu beispielhaft die Jahre 2017 und 2018 an. In diesem Zeitraum habe es nur eine Handvoll Unfälle gegeben. »Das waren ebenfalls Bagatellunfälle, einmal wurde eine Person leicht verletzt. 2019 waren es bisher zwei kleinere – einer davon ist der vom vergangenen Donnerstag«, so Uwe Maser.

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