Do., 04.07.2019

Planungsausschuss soll am Donnersta über Grünen-Antrag entscheiden Gefordertes Steingärten-Verbot: UWG nimmt Stellung

Über Schottergärten soll im Planungsausschuss gesprochen werden.

Über Schottergärten soll im Planungsausschuss gesprochen werden. Foto: dpa

Bünde (WB). Zum von der Grünen-Fraktion geforderten Verbot sogenannter Steingärten in Bünde bezieht jetzt die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Stellung. Über den Antrag soll der Planungsausschuss am Donnerstagabend entscheiden.

»Bevor festgelegt wird, dass ein Steingarten verboten werden soll, müsste zunächst geklärt werden, was ein Steingarten ist«, heißt es in einer Mitteilung der UWG. Ebenfalls sollte berücksichtigt werden, welche Personengruppe einen Steingarten einem »normalen« Garten vorzieht und welche Gründe sie dafür vorbringen würden.

Von besonderer Bedeutung bei der Einführung einer neuen Regelung sei nach Ansicht von UWG-Ratsherr Norbert Darnauer die Erfassung des vermeintlichen Problems. Deswegen sollte zunächst erhoben werden, wie viele Steingärten es im Verhältnis zu normalen Gärten in Bünde gibt. Auch sollte erfasst werden, wie viele Bürger sich in der Zukunft einen Steingarten zulegen möchten. Erst nach der Erhebung aller objektiven Daten, sollte, wenn dann noch erforderlich, über eine Regelung beraten werden.

»Anstatt eines Verbotes sollte Aufklärung betrieben werden«

Als Annahme für die Gründe eines Steingartens lasse sich beispielhaft festhalten, dass ältere Menschen einen Steingarten bevorzugen, weil sie dadurch weniger Arbeit hätten. Weiterhin könnten die Kosten für einen Gärtner bei einem Steingarten geringer ausfallen.

»Anstatt eines Verbotes sollte Aufklärung betrieben werden, welche Vorteile ein normaler Garten bietet«, so die UWG. Auch bei bereits bestehenden Steingärten könnten Infos gegeben werden, wie sich diese mit pflegeleichten Stauden wie beispielsweise Lavendel, welcher sehr gut für Bienen ist, bestückt werden könnten.

Die Politik der Stadt Bünde gehe nach Einschätzung der Unabhängigen selbst leider mit negativem Beispiel bei der Gestaltung von öffentlichen Flächen voran. So sei der Marktplatz vollständig zugepflastert worden. Eine zusätzliche sinnvolle Nutzung der Fläche als Parkplatz außerhalb der Marktzeiten sie verboten. »Diese Verschwendung von Fläche ist aus Sicht der UWG gravierender als die noch nicht erhobene Problematik der Steingärten«, kommentiert Norbert Darnauer.

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