Dietmar Zentner besitzt 700 Exemplare der Schweizer Armbanduhr
Verliebt in Swatch

Bünde (WB). Knallbunt, peppig, teilweise in schrillem Design – so präsentieren sich Swatch-Uhren. Und geben damit ein ganz bestimmtes Lebensgefühl wieder. Genau das hat es Dietmar Zentner (70) angetan. Seit einem Vierteljahrhundert sammelt er die Schweizer Uhren – und hat inzwischen etwa 700 Stück von ihnen zuhause.

Freitag, 09.08.2019, 08:00 Uhr
Dietmar Zentner (70) mit einigen Exemplaren seiner Sammlung. Etwa 700 Uhren der Marke Swatch hat der Rentner. Foto: Hilko Raske
Dietmar Zentner (70) mit einigen Exemplaren seiner Sammlung. Etwa 700 Uhren der Marke Swatch hat der Rentner. Foto: Hilko Raske

Dabei ist er mehr oder weniger zufällig Swatch-Fan geworden. »Ich hatte vor 25 Jahren eine sogenannte Funkuhr. Aus irgendeinem Grund war das Armband defekt. Dummerweise befand sich ein Großteil der Uhr-Elektronik darin. Als ich es auswechseln lassen wollte, bekam ich zu hören, dass ich dafür 150 Mark bezahlen sollte. Da habe ich Danke gesagt und den Laden wieder verlassen«, erzählt der Rentner.

Ganz ohne Armbanduhr wollte Zentner dann doch nicht sein. Beim Besuch eines Flohmarkts stieß er auf eine Swatch. »Ich habe mich gleich in die Uhr verliebt. Die wirkte einfach so peppig.« Damit, so Zentner, habe alles angefangen.

Maximal 5 Euro für eine gebrauchte Swatch

Immer wieder habe er auf Flohmärkten die bunten Uhren aus der Schweiz gefunden. »Und alle sahen verschieden aus. Sie wirkten so vielfältig. Da wollte ich einfach mehr von haben.« Dabei habe er sich ein Limit gesetzt, was den Preis betrifft: »Mehr als fünf Euro gebe ich normalerweise nicht für eine Swatch aus.« Richtige Sammler, so Zentner, wollten die Uhren natürlich immer neu und ungetragen. »Aber der Wert ist in meinen Augen subjektiv. Wichtig ist, dass die Uhren mir gefallen. Wenn es sich um gebrauchte Uhren handelt, stört mich das nicht.«

Und wie schafft man es, bei 700 Swatch-Uhren die Übersicht zu behalten? »Das ist relativ einfach. Ich habe sie nach Motiven oder Typen geordnet.« So gebe es beispielsweise eine Olympia-Reihe oder eine Pager-Kollektion mit dem bezeichnenden Namen »Swatch the Beep«. Aber auch Sondereditionen und Einzelstücke würden von Swatch herausgebracht. Tatsächlich habe er in all den Jahren kaum jemals eine Uhr doppelt gekauft.

Um die Uhren für sich auch ins rechte Licht zu rücken, habe er sich irgendwann einmal die passenden Vitrinen angeschafft . »Dabei habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie ich meine Sammlung ansprechend gestalten kann.« So seien einige Swatchs beispielsweise auf kleinen Bäumen aus Kunststoff drapiert. »Wenn ich mir mal eine neue Swatch kaufe, dann kann es auch vorkommen, dass ich etwas umdekoriere.«

Nun gibt es ja einige Sammlerstücke, die einen erstaunlichen Wert haben. »Das teuerste Exemplar, das ich besitze, wird inzwischen für 250 Euro gehandelt. Da lachen andere allerdings drüber, die tausende Euros für eine Uhr ausgeben.«

Inzwischen kaufe er die Swatch-Uhren seltener. »Wenn ich aber auf Flohmärkten mal ein Exemplar sehe, dass mir noch gar nicht untergekommen ist oder in meiner Sammlung fehlt, kann ich nicht widerstehen«, gesteht der Rentner.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6835763?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F
Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann ist tot
Thomas Oppermann zog 2005 in den Bundestag ein. Von 2013 bis 2017 war der Jurist Vorsitzender der SPD-Fraktion.
Nachrichten-Ticker