Do., 12.09.2019

CDU schlägt neue Anlage in der Bünder Innenstadt vor Skaterpark statt Bolzplatz?

Auf den Bolzplatz hinter der Post könne man verzichten, meint die Bünder CDU. Stattdessen, so schlagen die Christdemokraten vor, möge die Verwaltung prüfen, ob man auf dem Areal eine moderne Skate-Anlage realisieren könne.

Auf den Bolzplatz hinter der Post könne man verzichten, meint die Bünder CDU. Stattdessen, so schlagen die Christdemokraten vor, möge die Verwaltung prüfen, ob man auf dem Areal eine moderne Skate-Anlage realisieren könne. Foto: Daniel Salmon

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Die Skateranlage unweit des Autohofes an der Osnabrücker Straße könnte schon bald Geschichte sein. Zumindest wenn es nach der Bünder CDU geht: Die Christdemokraten wollen den Skatern stattdessen einen Anlaufpunkt mitten in der Innenstadt bieten.

Im Blick haben Fraktionschef Georg Kruthoff und seine Mitstreiter das Areal an der Bismarckstraße, direkt hinter dem Gebäude der Post. Die Anlage soll ergänzend zum dortigen Spielplatz angelegt werden, auf der Fläche des Bolzplatzes. »Der wird eh kaum genutzt«, ist sich der Lokalpolitiker sicher. Ein entsprechender Prüfauftrag an die Stadtverwaltung soll zunächst in der kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses und später dann im Stadtrat diskutiert werden.

Mit Nutzern im Gespräch

Im Vorfeld hatten die CDU-Mitglieder das Gespräch mit den Nutzern der Anlage am Autohof gesucht. Dabei sei herausgekommen, dass diese aufgrund der Lage und der Ausstattung nur wenig frequentiert sei. »Die Anlage ist ein Schrotthaufen, wenn man einen echten Skater fragt. Die nehmen stattdessen sogar lieber Wege nach Osnabrück oder Bremen in Kauf, um dort in einem richtigen Skatepark zu trainieren«, sagt Kruthoff.

Während die Anlage im Bünder Außenbezirk somit ein Schattendasein friste, fehle es gleichzeitig in der Bünder Innenstadt an Orten, an denen sich Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Freizeit aufhalten können.

»Mit einer modernen Skateranlage würde nicht nur das Sport-und Freizeitareal Elsebogen aufgewertet, sondern stadtnah ein weiteres attraktives Angebot für Außenaktivitäten geschaffen«, sind die Christdemokraten überzeugt. Kruthoff: »Dort könnte eine moderne Anlage aus Beton entstehen. Bloß ein paar Holz- und Metallgestelle bräuchten wird da nicht aufzustellen.« Die heimische Skater-Szene habe sich zu diesem Thema bereits ihre Gedanken gemacht, betont der Fraktionschef: »Wir stehen mit denen im engen Kontakt.«

Anlage in Ennigloh kostete 100.000 D-Mark

Die »alte« Anlage an der Ecke Osnabrücker Straße/Sunderbachstraße war 1999 angelegt worden. Wichtiges Kriterium für die Standortwahl sei die »optimale Flächengröße« gewesen. Nach Angaben von Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz war das Gelände damals zunächst »kostenneutral aufgeschüttet und begradigt« worden. »Die Erstausstattung des Areals – inklusive Baukosten – mit zwei Beachvolleyball-Feldern, zwei Basketballkörben, Skaterrampen, Bepflanzung hat etwa 100.000 D-Mark gekostet«, führt die Rathaus-Angestellte aus.

Gesicherte Nutzerzahlen für die Anlage in Ennigloh lägen der Stadtverwaltung allerdings nicht vor. Ebenfalls nicht exakt dargestellt werde könnten die jährlichen Unterhaltungskosten. Greiner-Rietz: »Sie sind im Gesamtbudget für den Bereich Kinderspielplätze enthalten und werden nicht gesondert erfasst. Für das Haushaltsjahr 2019 wurden im Jugendamtsbudget insgesamt 178.720,00 Euro dafür eingeplant.« Da das Areal am Autohof aber größer sei als ein »gewöhnlicher« Spielplatz, gehe man daher davon aus, dass die Kosten für die Instandhaltung und Pflege »wahrscheinlich auch etwas höher sind als bei einer der kleineren Anlagen.«

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