Mi., 09.10.2019

Mateusz und Jasr Sonnek eröffnen im November das Della Casa im Rahningschen Hof Tapas statt Leerstand

In den Rahningschen Hof kehrt im November wieder Leben ein. Dann eröffnet das Della Casa dort und bietet in dem geschichtsträchtigen und unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhaus mediterrane Speisen an.

In den Rahningschen Hof kehrt im November wieder Leben ein. Dann eröffnet das Della Casa dort und bietet in dem geschichtsträchtigen und unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhaus mediterrane Speisen an. Foto: Kathrin Weege

Von Kathrin Weege

Bünde (WB). Ein dreiviertel Jahr stand der Rahningsche Hof leer. Ab November kehrt wieder Leben in das geschichtsträchtige Gebäude, in dem Tönnies Wellensiek einst seine ersten Zigarren rollte, ein. Mateusz und Jasr Sonnek eröffnen das Della Casa, ein Restaurant mit Schwerpunkt auf spanischer Küche.

Bis es so weit ist, haben die beiden Bielefelder noch einiges zu tun. Sie gestalten die drei Etagen komplett um. Seit 13. September haben sie die Schlüssel für das Fachwerkhaus. Seither werden Wände gestrichen, der Fußboden erneuert und dekoriert. »Die Theke erhält einen individuellen Look aus alten Weinkästen«, sagt Jasr Sonnek. Sie wollen modern mit rustikal mischen. »Rustikaler Flair soll an die Geschichte des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes erinnern«, so der 23-Jährige. Das zweite Obergeschoss, in dem sich ein Saal befindet, und das erste sind bereits so gut wie fertig. Im Erdgeschoss aber muss noch einiges geschehen.

Neben dem Restaurant türmt sich ein Haufen alter Möbel, Deko und Küchengeräte. »Das ist alles vom vorherigen Pächter und musste raus«, sagt Mateusz Sonnek (27). Geplant ist, dass das Della Casa am 1. November eröffnet. »Ganz fix ist das aber noch nicht. Möglicherweise wird es auch erst am 8. November klappen. Wir warten noch auf besondere Fliesen aus dem Ausland«, verrät Jasr Sonnek.

40 bis 50 Tapas

40 bis 50 Tapas werden auf der Speisekarte stehen sowie 20 Hauptgerichte. »Das Besondere bei uns aber ist, dass wir im Zwei-Wochen-Zyklus immer fünf verschiedene landestypische Gerichte aus der ganzen Welt anbieten. Das verspricht Abwechslung«, sagt Jasr Sonnek, der selber vor allem im Service arbeiten wird, während sein Schwager Mateusz Sonnek, der aus Polen stammt, in der Küche steht. Das Personal am Herd sei multikulturell, komme neben Polen aus Spanien und Tunesien.

»Wenn es nötig ist, holen wir uns aber Experten ins Haus, die uns zeigen, wie man die Gerichte aus anderen Ländern zubereitet«, erklären die Sonneks. Ein traditionelles Gericht aus Polen schwebt Jasr Sonnek direkt vor Augen: »Klößchen mit Rouladen«.

Zufällig auf Rahningschen Hof aufmerksam geworden

Auf den Rahningschen Hof sind die beiden durch Zufall aufmerksam geworden. »Wir hatten schon länger den Traum, ein eigenes Restaurant zu führen«, sagt Mateusz Sonnek. Er und sein Schwager haben jahrelang Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt. »Zuletzt habe ich allerdings als Fachkraft für Schutz und Sicherheit gearbeitet«, sagt Mateusz Sonnek. Sein Herz schlage aber für die Gastronomie. Ein bisschen Mut gehöre schon dazu, wenn man sich selbstständig macht, meint Jasr Sonnek. »No Risk, no Fun«, sagt er mit einem Augenzwinkern.

XXL-Putzaktion

Wenn in den nächsten Wochen alles renoviert ist, dann steht noch eine XXL-Putzaktion an. »Wir haben Glück, haben viele in der Familie, die jetzt schon mit anpacken, so dass wir nur für spezielle Arbeiten wie an der Klimaanlage oder in Sachen Elektrik Handwerker brauchen. Und auch beim Riesenputz vor der Eröffnung wollen alle helfen«, sagt Jasr Sonnek.

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