Do., 10.10.2019

Kommentar zu Wildblumenwiesen in Bünder Stadtparks Blüten statt Rasen

Auch der Eingangsbereich des Steinmeister-Parks soll nach Vorstellung der SPD-Ratsfraktion im Stadtrat Bünde künftig Blühflächen aufweisen.

Auch der Eingangsbereich des Steinmeister-Parks soll nach Vorstellung der SPD-Ratsfraktion im Stadtrat Bünde künftig Blühflächen aufweisen. Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Bünde (WB). Inzwischen hat auch die SPD ihre grüne, sprich ökologische Ader entdeckt. Grundsätzlich kann natürlich niemand etwas dagegen haben, wenn statt Rasen mehr Wildblumenwiesen angelegt werden. Aber: Ist das nachhaltig? Oder geht es hier nur um die schnelle symbolische Geste?

Mit der oft zitierten Tüte Wildblumensaat ist es schließlich nicht getan – das weiß jeder Hobbygärtner, der einmal versucht hat, den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Im ersten Jahr sieht das Ganze schön aus, wenigstens für einige Wochen, dann wird es unansehnlich. Und im Folgejahr ist nicht mehr viel davon übrig. Was in privaten Gärten nicht sonderlich dramatisch ist, ruft beim Blick auf öffentlichen Anlagen oftmals ablehnende Reaktionen hervor.

Wie man es anders machen kann, zeigt ein Blick in Richtung der Nachbargemeinde Kirchlengern. Dort hat man als Pilotprojekt die komplette Bepflanzung am Feuerwehrhaus Südlengern – immerhin fast 400 Quadratmeter – auf überwiegend heimische Stauden umgestellt, die mit einem relativ geringen Pflegeaufwand versehen sind.  Geplant ist zudem die Anlage eines naturnahen Mustergartens auf dem ehemaligen Pausenhof der inzwischen geschlossenen Grundschule Häver. Durchgeführt wurden und werden die Arbeiten durch einen auf Naturgärten spezialisierten Gartenbaubetrieb. Kostet sicher mehr als eine Tüte Wildblumensaat. Aber vielleicht ein Beispiel, das man sich genauer ansehen sollte.

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