Fr., 11.10.2019

Ehemalige britische Unterkünfte in Hunnebrock: Bünder Rat stimmt für SPD-Antrag 20 Wohnungen sollen vermietet werden

Vier Gebäude an der Robert-Schumann-Straße in Hunnebrock sollen schnellstmöglich 20 Wohneinheiten vermietet werden. Für diesen SPD-Vorschlag hat sich am Mittwochabend eine Mehrheit des Bünder Stadtrats ausgesprochen.

Vier Gebäude an der Robert-Schumann-Straße in Hunnebrock sollen schnellstmöglich 20 Wohneinheiten vermietet werden. Für diesen SPD-Vorschlag hat sich am Mittwochabend eine Mehrheit des Bünder Stadtrats ausgesprochen. Foto: Daniel Salmon

Von Hilko Raske

Bünde (WB). Wie geht es weiter mit den ehemaligen britischen Unterkünften im Stadtteil Hunnebrock, die überwiegend leer stehen? 20 der Wohneinheiten befinden sich inzwischen im Besitz der städtischen Bünder Immobilien GmbH. Das biete die Chance, die Wohnungen mit Leben zu füllen, meint die SPD-Ratsfraktion.

Die Sozialdemokraten hatten deshalb bereits im August einen fünf Punkte umfassenden Antrag gestellt, der konkret städtische Gebäude an der Robert-Schumann-Straße betrifft. So sollten vier Gebäude an besagter Straße schnellstmöglich zum Kauf angeboten, weitere 16 vermietet werden. Aus Sicht der SPD ebenfalls wichtig: Sowohl Verkaufs- als auch Mietpreis sollten lediglich kostendeckend sein. »Wir wollen damit keine Rendite erwirtschaften«, betonte SPD-Fraktionschefin Andrea Kieper am Mittwochabend während der Sitzung des Bünder Stadtrates.

Verkauf kommt nicht infrage

Von Bürgermeister Wolfgang Koch kam während der Diskussion über dieses Thema allerdings eine Information, die zu einer Neubewertung des SPD-Antrags führte. Koch wies darauf hin, dass der Aufsichtsrat der Bünder Immobilien GmbH beschlossen habe, alle 20 Immobilien im städtischen Besitz zu vermieten und keine zu verkaufen. »Das kommt unserem Antrag generell entgegen«, sagte Kieper im Gespräch mit dieser Zeitung. Den Verkauf von Wohneinheiten habe man nämlich nur vorgeschlagen, damit die städtische Immobiliengesellschaft mit einem Grundkapital ausgestattet werde.

»Werden alle Wohnungen vermietet, wird das von der SPD mitgetragen«, so die SPD-Sprecherin. Es freue sie besonders, dass mit der Vermietung schon im kommenden ersten Quartal begonnen werden solle, betonte Kieper.

GmbH soll selbst entscheiden

Fragen gab es zu einem weiteren Punkt des SPD-Antrags. So hatten die Sozialdemokraten gefordert, dass bei den Vermietungen darauf geachtet werden soll, dass neben Familien auch Paare und Senioren in die Gebäude einziehen, um so eine möglichst gemischte Alters- und Familienstruktur zu erreichen. Das sei sehr vage formuliert, meinte UWG-Ratsherr Norbert Darnauer, der von der SPD wissen wollte, wie das denn umgesetzt werden sollte.

Hier sollte man der Bünder Immobilien GmbH die Freiheit lassen, selber entscheiden zu können, so Kieper. »Ich gehe davon aus, dass die Immobiliengesellschaft selber eine lebhaft gemischte Alters- und Familienstruktur anstrebt«, sagte Kieper. Bei der folgenden Abstimmung sprach sich der Rat bei einer Enthaltung für den SPD-Antrag aus.

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