Nach Eklat wegen eines Babys in nichtöffentlicher Ratsitzung
Nach Baby-Eklat: Beigeordneter bezieht Stellung

Bünde  (WB/hr). Darf eine Ratsfrau ihr Baby in den nichtöffentlichen Teil einer Ratssitzung mitnehmen? Und wird hierdurch die Vertraulichkeit gefährdet? Mit diesen Äußerungen sorgte der Technische Beigeordnete Dr. Andreas Siepenkothen in der jüngsten Ratssitzung für einen Eklat.

Montag, 21.10.2019, 16:40 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 17:32 Uhr
Während einer nichtöffentlichen Ratssitzung sorgten Äußerungen des Technischen Beigeordneten im Bünder Rathaus für einen Eklat. Foto:
Während einer nichtöffentlichen Ratssitzung sorgten Äußerungen des Technischen Beigeordneten im Bünder Rathaus für einen Eklat.

Erst nach einem Machtwort von Bürgermeister Wolfgang Koch, der klarstellte, dass man natürlich nichts gegen ein Baby während der Ratssitzung habe, konnte mit dem nichtöffentlichen Teil begonnen werden.

Nun bezieht Siepenkothen Stellung zu dem Vorfall. »Mit Bezug auf die Berichterstattung der vergangenen Woche möchte ich klarstellen, dass es mir fern liegt, das Engagement von Rats- oder Ausschussmitgliedern in irgendeiner Art und Weise zu behindern. Auch ist es eine Entscheidung der Mutter, ob es für ihren Säugling gut und förderlich ist, mit ihm bis zum späten Abend unterwegs zu sein«, sagt Siepenkothen.

Dass hier ein Kind instrumentalisiert werde, um wieder einmal Front gegen Personen zu machen, die an verschiedenen Stellen auch unbequeme Meinungen vertreten, halte er jedoch für sehr bedenklich. Und weiter: »Zu Vorfällen in nichtöffentlichen Rats- oder Ausschusssitzungen werde ich mich vor dem Hintergrund der mir durch Paragraf 37 des Beamtenstatusgesetzes auferlegten Verschwiegenheitspflicht nicht äußern.«

Die Ratsmitglieder hatten die Äußerung von Siepenkothen im ersten Moment für einen Scherz gehalten. Als klar wurde, dass der Technische Beigeordnete es durchaus ernst meint, solidarisierten sich die Kommunalpolitiker mit Ratsfrau Jana Nagel, die ihre Tochter mit in die Sitzung gebracht hatte.

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