Di., 03.12.2019

Kurzfilm „Ich werf weg“ ist Siegerbeitrag beim Festival im Universum Grotesk, aber immer lustig

Die Sieger des Kurzfilmfestivals im Universum freuen sich über ihre Preise. Insgesamt gab es 29 Beiträge.

Die Sieger des Kurzfilmfestivals im Universum freuen sich über ihre Preise. Insgesamt gab es 29 Beiträge. Foto: Annika Tismer

Von Annika Tismer

Bünde (WB). 29 Kurzfilme, allesamt unter dem Motto „Verschwendung“ sind am Samstagabend beim Bünder Kurzfilmfestival präsentiert worden. Nur einer davon konnte es am Ende auf den ersten Platz der Jury-Bewertung schaffen.

Weil der Film „teilweise grotesk, aber immer auch lustig“ gewesen ist und gleichzeitig auf die Themen Wegwerfkultur und Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht hat, ist der begehrte Pokal in diesem Jahr an „Ich werf weg“ gegangen. Der Kurzfilm von Josephine Katharina Groß, Ida Franziska Groß, Marja Kersten, Rebecca-Charlotte Dammann und Alina Göllner konnte die Jury auch aufgrund der konsequent durchgehaltenen Schieflage der Stimme der Hauptprotagonistin überzeugen.

Zweite Platz für „Systemfehler“

Denn das Team hatte sich den bekannten Titelsong des Films „Die Eiskönigin“ zunutze gemacht, um ziemlich schief trällernd auf Verschwendung verschiedenster Art aufmerksam zu machen. „Wir haben zwei Tage lang gedreht und dann noch einige Zeit geschnitten“, sagte Josephine Katharina Groß, die die Hauptrolle gespielt hat. Von dem Preisgeld in Höhe von 400 Euro möchte sich das Team nun neues Equipment kaufen.

Der zweite Platz ging in diesem Jahr an den Film „Systemfehler“ von Armina Kotschwar, Lucienne Hoebbel, Jana Glawe, Caroline Lefmann und Sofie Blome. In dem Kurzfilm machten die Darsteller darauf aufmerksam, wie viel Lebenszeit verschwendet wird.

Filmische Mittel kommen an

Vor allem die verwendeten, filmischen Mittel hatten der Jury so gut gefallen, dass das Team den Preis für den zweiten Platz erhielt. „Wir wollten mit unserem Film auf die Dinge im Leben aufmerksam machen, wo das System nicht immer ganz rund läuft“, erklärte Armina Kotschwar ihre Intention.

Platz 3 ging an den Film „Tom“ von Marcel Holtfreter. Hier wurde die filmisch professionelle Umsetzung der Standaufnahmen besonders gelobt. Holtfreter hatte den Film komplett alleine gedreht und geschnitten.

Ebenfalls verliehen wurde ein Förderpreis, der den beiden Nachwuchs-Filmemachern Stefanie Nass und Sophie Römerscheid für ihren Film „Das falsche Buch“ verliehen wurde.

2020 lautet das Motto „Sprengstoff“

Mit Spannung erwartet wurde zuletzt auch noch der Zuschauerpreis, der an den Film „Es sind die kleinen Dinge im Leben“ von Leon Wellmeier, Thorsten Rasche, Jana Ellersiek und Kim Harris ging. Dieser Film wurde von den Zuschauern per geheimer Abstimmung auf den ersten Platz gewählt.

Ebenfalls mitbestimmen durften die Zuschauer bei der Wahl des Themas für das Bünder Kurzfilmfestival 2020. Hier wird das Motto nun „Sprengstoff“ lauten. Filme dafür dürfen ab sofort gedreht werden.

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