Mi., 04.12.2019

Enger und Spenge kooperieren mit Nachbarstadt Vollstrecker kommen künftig aus Bünde

Wenn Geld eingetrieben werden muss, wird das künftig von Mitarbeitern der Stadt Bünde erledigt.

Wenn Geld eingetrieben werden muss, wird das künftig von Mitarbeitern der Stadt Bünde erledigt. Foto: dpa

Enger/Spenge/Bünde (WB/bo). Die Städte Enger und Spenge arbeiten künftig enger mit der Stadt Bünde zusammen. Wenn eine Vollstreckung nötig ist, fährt demnächst ein Außendienstmitarbeiter aus Bünde in die Nachbarstädte, um Geld einzutreiben.

Der Hintergrund hat vor allem organisatorische Gründe. Wie in der Vorlage des Engeraner Haupt-, Finanz- und Kulturausschusses, der am Montag, 9. Dezember, tagt, zu lesen ist, wurden die Aufgaben des Vollstreckungsaußendienstes bisher durch eigenes Personal der Stadtkasse erledigt.

Schwer, Ersatz zu finden

Allerdings sei dies nur ein Teilaufgabengebiet einer einzelnen Person gewesen. Wurde diese krank oder hatte Urlaub, war es bislang schwer, Ersatz zu finden. Die rechtlichen Anforderungen und die ständig an Gesetz und Rechtsprechung anzupassende Handlungsweise würden ein derart breites Fachwissen erfordern, das für eine kleine Kommune kaum – und schon gar nicht im Vertretungsfall – vorgehalten werden kann.

In Gesprächen mit den betroffenen Mitarbeitern wurde nach einer Alternativlösung gesucht. Ergebnis soll die Zusammenarbeit mit einer größeren Kommune sein, die mehrere Stellen im Vollstreckungsaußendienst vorhalten kann. Mit der Stadt Bünde sind diesbezüglich erfolgreiche Gespräche geführt worden.

Städte entrichten Pauschalbetrag

Die Städte entrichten einen Pauschalbetrag an die Stadt Bünde. Enger zahlt jährlich 24.900 Euro, aus Spenge kommen 16.600 Euro. Die aus der Vollstreckung eingenommenen Geldbeträge werden an die jeweiligen Städte überwiesen.

Der Vollstreckungsinnendienst wird weiterhin mit eigenem Personal besetzt.

Der Spenger Hauptausschuss hat diesem Vorgehen bereits zugestimmt. Nach dem Ratsbeschluss werden beide Städte eine Vereinbarung unterzeichnen.

Kommentar

Für kleine Städte wie Enger und Spenge wäre es ein großer Aufwand, für den Fall der Fälle immer einen Vertretungsmitarbeiter für den Vollstreckungsaußendienst zu schulen und auf dem neuesten Stand zu halten. In solchen Fällen bietet sich eine interkommunale Zusammenarbeit an.

Die Kooperation mit der größeren Nachbarkommune spart Kosten und erleichtert allen Beteiligten die Arbeit. Gerade in Zeiten knapper Stadtkassen wäre dies ein Modell, das sich auch auf andere Bereiche übertragen ließe – sicher ein Modell mit Zukunft.

 

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