Mi., 04.12.2019

Vertragsunterzeichnung mit Bima steht noch aus – Thema im Rat Britensiedlung: Stadt will 14 Flüchtlingshäuser kaufen

Insgesamt 14 Häuser an der Kleist- und an der Eichholzstraße der ehemaligen Hunnebrocker Britensiedlung will die Stadt erwerben. Die Immobilien sollen auch weiterhin für die Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werd

Insgesamt 14 Häuser an der Kleist- und an der Eichholzstraße der ehemaligen Hunnebrocker Britensiedlung will die Stadt erwerben. Die Immobilien sollen auch weiterhin für die Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werd Foto: Daniel Salmon / Archiv

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Die Stadt Bünde will jetzt 14 weitere Häuser der ehemaligen Britensiedlung in Hunnebrock kaufen. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags steht allerdings noch aus.

Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigte Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz. In der Sitzung des Stadtrates am 12. Dezember soll der geplante Ankauf diskutiert und beschlossen werden – aufgrund schützenswerter Daten allerdings voraussichtlich im nicht-öffentlichen Teil.

Nutzung zweckgebunden

Konkret beabsichtigt die Kommune sechs Häuser an der Kleist­straße sowie acht Häuser an der Eichholzstraße von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima zu erwerben. Die Gebäude werden derzeit als Flüchtlingsunterkünfte genutzt – und das soll auch zukünftig so bleiben. „Der Kauf der Immobilien erfolgt in diesem Fall direkt durch die Stadt Bünde und nicht durch die Bünder Immobilien GmbH, da die Häuser als ­städtische Einrichtung zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden genutzt werden sollen“, erklärt Greiner-Rietz.

Denn aufgrund dieser zweckgebundenen Nutzungsform – sie gilt für die Dauer von zehn Jahren – komme seitens der Bima „eine verbilligte Abgabe der Immobilien nach der Verbilligungsrichtlinie zum Tragen“, wie die Stadtsprecherin weiter mitteilt. Aktuell sind die 14 Häuser mit 68 Personen belegt. Zur genauen Höhe des Kaufpreises dürfe die Kommune allerdings keine Auskunft geben.

Schon 20 Häuser gekauft

Anfang des Jahres hatte die Stadt bereits 20 ehemalige Britenhäuser an der Robert-Schumann-Straße von der Bima gekauft. Rund 160.000 Euro soll die Kommune nach Informationen dieser Zeitung pro Haus hingeblättert haben. In der Folge hatte die Bünder SPD beantragt , in einem nächsten Schritt die von Flüchtlingen in Hunnebrock nicht bewohnten Häuser, sowie den ehemaligen Naafi-Store möglichst noch 2019 zu erwerben, um den Ortsteil positiv entwickeln zu können. Erst danach sollten die weiteren Liegenschaften der früheren Britensiedlung angekauft werden. Dazu hatte der Stadtrat im Februar auch einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Doch dieser Idee scheint die Stadt mit dem nun geplanten Kauf der Flüchtlingsunterkünfte nicht folgen zu wollen – zumindest nicht auf den ersten Blick. Denn Doris Greiner-Rietz teilt mit: „Der Ankauf der Häuser in der Kleist­straße und der Eichholzstraße durch die Stadt Bünde erfolgt losgelöst von einer zukünftigen Ausrichtung der Quartiersentwicklung der restlichen Bima-Immobilien in Bünde-Hunnebrock.“

14,4 Millionen-Euro-Darlehen

Langfristig plant die Stadt, sämtliche ehemaligen Häuser der Briten in Bünde-Mitte und Hunnebrock – es sind insgesamt rund 140 – aufzukaufen, um eine vernünftige Entwicklung des Quartiers betreiben zu können. Wie mehrfach berichtet, war dafür eine Darlehensermächtigung in Höhe von 14,4 Millionen Euro bereits im Haushaltsplan für das Jahr 2018 berücksichtigt worden.

Kommentare

Britensiedlung:Stadt will 14 Häuser kaufen

Ich finde die Idee nicht schlecht, allerdings gibt es auch Deutsche, die dringend Wohnungen suchen.
Das Wohnproblem der Flüchtlinge könnte dann auch so gelöst werden, dass jeder einen Raum seiner Wohnung zur Verfügung stellt, in dem ein Flüchtling leben kann Natürlich der Gebende auch das Wohngeld kassiert, das dann NICHT angerechnet wird.. Da es immer mehr Flüchtlinge werden, wäre somit doch das Problem gelöst. Das wurde ja auch nach 2.Weltkrieg so gemacht.
B Bödecker

1 Kommentare

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