Di., 14.01.2020

Vorrichtungen werden laut Verwaltung nur sehr selten genutzt Pfandringe als Ascher missbraucht

An fünf verschiedenen Standorten haben die Kommunalbetriebe Bünde die Pfandringe installiert. Nach Angaben aus dem Rathaus werden die Vorrichtungen nur selten genutzt.

An fünf verschiedenen Standorten haben die Kommunalbetriebe Bünde die Pfandringe installiert. Nach Angaben aus dem Rathaus werden die Vorrichtungen nur selten genutzt. Foto: Kathrin Weege

Von Daniel Salmon

Bünde  (WB). Scheinbar kein Erfolgsmodell: Die Pfandflaschenringe an einigen Mülleimern und Laternen in der Innenstadt werden laut Stadtverwaltung nicht gut angenommen.

Die Idee zur Anbringung der Pfandringe kam Anfang letzten Jahres von der UWG. „Die Idee dahinter sollte sein, sozial schwachen Menschen den Griff in den Mülleimer zu ersparen, um an Flaschen oder Dosen, für die es Pfand gibt, zu kommen“, so UWG-Mitglied Jörn Döring, der den Einfall zu der Aktion hatte.

Einem entsprechenden Haushaltsbegleitantrag hatte der Stadtrat im Februar 2019 zugestimmt. 10.000 Euro sollten dafür maximal zur Verfügung gestellt werden. Die Bünder Kommunalbetriebe (KBB) hatten daraufhin zur Probe fünf verschiedene Vorrichtungen bestellt, die am Bahnhof, an der Eschstraße in Höhe der dortigen Rossmann-Filiale, an der Eschstraße nahe der Bücherei, an der Ecke Bahnhofstraße/Eschstraße sowie gegenüber des Bünder Rathauses installiert wurden.

Auf Anfrage teilte Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz allerdings nun mit, dass das Amt für Planung und Grünflächen zwischenzeitlich festgestellt habe, dass die Pfand-einstellvorrichtungen in der Regel nicht angenommen würden, so dass sie so gut wie nie in Gebrauch seien. „Leider ist es auch schon vorgekommen, dass sie zur Zigarettenentsorgung genutzt wurden“, so Stadtsprecherin Greiner-Rietz.

Daher empfiehlt die Stadtverwaltung, das Konzept nicht weiter fortzusetzen. Was mit den bereits installierten Pfandflaschenringen passieren solle, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden. Das Thema solle in einer der nächsten Sitzungen des Planungsausschusses auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Jörn Döring zeigte sich im Gespräch mit dieser Zeitung enttäuscht über die Entwicklung. Seiner Meinung nach sei die Idee ohnehin nur halbherzig umgesetzt worden. „Schade ist auch, dass mich als Initiator aus dem Rathaus niemand in der Sache kontaktiert hat“, so der UWG-Politiker.

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