Do., 16.01.2020

Infoveranstaltung über mögliche Beteiligungsformen am 17. März Stadtpolitik: Bünder Nachwuchs soll mehr mitreden dürfen

Im März vergangenen Jahres nahmen 300 Schüler an der bislang größten Fridays-for-Future-Demo in Bünde teil. Bürgermeister Wolfgang Koch sagte damals, er wolle den jungen Leuten künftig mehr Mitspracherecht bei wichtigen Themen einräumen.

Im März vergangenen Jahres nahmen 300 Schüler an der bislang größten Fridays-for-Future-Demo in Bünde teil. Bürgermeister Wolfgang Koch sagte damals, er wolle den jungen Leuten künftig mehr Mitspracherecht bei wichtigen Themen einräumen. Foto: Daniel Salmon

Von Daniel Salmon

Bünde (WB). Wie können sich Jugendliche in Bünde künftig politisch besser einbringen? Bislang war unter anderem ein Jugendparlament im Gespräch. Was in der Hinsicht genau geschehen könnte, soll am Dienstag, 17. März, geklärt werden.

Die Idee, dem Nachwuchs in der Elsestadt mehr Mitspracherechte einzuräumen, war im März vergangenen Jahres geboren worden. Damals hatten rund 300 Schüler im Zuge der dritten Fridays-for-Future-Demo vor dem Rathaus demonstriert. Bürgermeister Wolfgang Koch hatte seinerzeit angekündigt, ein Forum schaffen zu wollen, damit sich Jugendliche nicht nur im Zuge einer Demo, »sondern auch in der Diskussion über wichtige Themen für die Stadt Bünde einbringen können«.

Fünf Varianten denkbar

Ein erstes Sondierungsgespräch hatte daraufhin im September 2019 im Rathaus stattgefunden. Bei der Veranstaltung hatten Jugendliche mit Vertretern der verschiedenen Ratsfraktionen und den Verwaltungsmitarbeitern über mögliche Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche in einer Kommune gesprochen. Dabei wurde verabredet, „dass die Verwaltung eine Informationsveranstaltung zum Thema Beteiligung mit dem Landesjugendamt vorbereitet“. Und das soll nun im März geschehen, wie aus den Unterlagen zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses in der kommenden Woche hervorgeht.

Im Fokus stehen die fünf verschiedenen Partizipationsformen, über die die Teilnehmer des Workshops dann am Ende abstimmen können. Die Verwaltung schlägt folgende Beteiligungsformen vor: eine repräsentative Partizipation (Beiräte, Parlamente, Hausräte); eine offene Partizipation (Jugendvollversammlung, Kinderkonferenzen, Foren), eine projektorientierte Partizipation (Umgestaltung Wohnumfeld, Spielplatzplanung, Verkehrsplanung), eine punktuelle Partizipation (Talkrunde, Bürgermeistersprechstunde, Meckerbriefkasten) oder sogar eine alltägliche Beteiligung an Entscheidungen und Planungen, die die Bereiche Familie, Schule und Kindertagesstätten betreffen.

Das Ergebnis der Abstimmung soll dann die Grundlage sein, um in Bünde eine konkrete Beteiligungsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Das Votum soll zunächst im Jugendhilfeausschuss durch die Stadtverwaltung und/oder durch die Kinder und Jugendlichen präsentiert werden. Im Anschluss bedarf es dann eines weiteren Arbeitsauftrages durch das Gremium zur Umsetzung des Votum.

Gratis-Pizza zum Auftakt

Bei den Vorbereitungen für das Treffen war das Landesjugendamt involviert. Auf Empfehlung der Behörde wurde ein erfahrener Moderator für die Veranstaltung, die in Form eines Workshops stattfinden soll, verpflichtet.

Stattfinden wird die Veranstaltung am Dienstag, 17. März, in der Zeit von 16.30 bis 19 Uhr im Bünder Ratssaal. Willkommen sind die jungen Teilnehmer aber bereits ab 15 Uhr. Dann gibt’s zur Einstimmung auf den mehrstündigen Workshop Gratis-Pizza. Anmelden können sich Interessierte beim Bünder Jugendamt unter Telefon 05223/ 161459 oder per Mail an m.frodermann@buende.de

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