Fr., 14.02.2020

Gymnasium am Markt mit ambitioniertem Projekt bei Jugend forscht vertreten Mondgestein als Rohstofflieferant

Samuel Harris, Jonas Amrain (von links) und Fabian Hoffmeier (rechts) sind der Frage nachgegangen, ob sich Mondgestein als Rohstofflieferant eignet. Betreut werden sie von Fachlehrer und MINT-Koordinator Andreas Leporin (2. von rechts).

Samuel Harris, Jonas Amrain (von links) und Fabian Hoffmeier (rechts) sind der Frage nachgegangen, ob sich Mondgestein als Rohstofflieferant eignet. Betreut werden sie von Fachlehrer und MINT-Koordinator Andreas Leporin (2. von rechts). Foto: Hilko Raske

Von Hilko Raske

Bünde  (WB). Wer das Sonnensystem erkunden will, muss erst einmal die Erdschwerkraft überwinden. Für die bemannte Raumfahrt und permanent besetzte Raumstationen ist das durchaus ein Problem, das sich in den immensen Kosten für den Transport von Gütern und Menschen niederschlägt. Was aber, wenn man Rohstoffe nutzen könnte, die man beispielsweise auf dem Mond vorfindet? Immerhin beträgt die Schwerkraft auf dem Erdtrabanten nur etwa ein Sechstel der Gravitation der Erde. Der Transport von der Mondoberfläche wäre deutlich einfacher und preiswerter.

Mit der Frage, wie man Mondgestein als Rohstofflieferant nutzen kann, haben sich Jonas Amrain, Fabian Hoffmeier und Samuel Harris in einem Projekt auseinander gesetzt, das sie am Samstag, 15. Februar, im Rahmen des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ präsentieren werden. Die drei Jugendlichen besuchen das Gymnasium am Markt, begeistern sich für Astronomie und Chemie. Da lag eine derartige Kombination nahe.

Bei ihren Recherchen sind sie auf das Mineral Anorthit gestoßen, das sowohl auf dem Mond als auch auf der Erde vorkommt. Es setzt sich aus Aluminium, Calcium, Silizium und Sauerstoff zusammen. Könnte man es in seine Bestandteile zerlegen, hätte man also Leichtmetalle und Sauerstoff. Allerdings: Bei Anorthit handelt es sich um eine extrem stabile Verbindung. Seit zwei Jahren versuchen die Drei, Anorthit in seine Bestandteile zu zerlegen. Nun ist es ihnen fast gelungen – theoretisch kann man mit dem Verfahren die besagten Leichtmetalle und Sauerstoff gewinnen.

Wie genau sie vorgehen, wollen sie aber erst am Samstag verraten. Sollte ihr Verfahren, das aus mehreren Reinigungsschritten besteht, sich als erfolgreich erweisen, soll es nämlich patentiert werden. Das macht durchaus Sinn: Immerhin hat die US-amerikanische Weltraumbehörde Nasa für ein derartiges Verfahren ein Preisgeld ausgesetzt.

Der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ findet am Samstag, 15. Februar, in der Kundenhalle der Sparkasse Herford, Auf der Freiheit 20 in Herford, statt. Von 14 bis 16.45 Uhr ist der Wettbewerb auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

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