Di., 18.02.2020

Lkw kracht auf A30 in die Mittelplanke – Verkehrschaos in der Bünder Innenstadt Stundenlange Sperrung und kilometerlanger Stau

Aus bislang ungeklärter war der Lkw auf der A30 in die Mittelplanke gekracht. Die Folgen: ein kilometerlanger Stau und ein Verkehrschaos in der Bünder Innenstadt.

Aus bislang ungeklärter war der Lkw auf der A30 in die Mittelplanke gekracht. Die Folgen: ein kilometerlanger Stau und ein Verkehrschaos in der Bünder Innenstadt. Foto: Daniel Salmon

Von Hilko Raske

Bünde (WB). Auf der A30 ist am Montagmorgen gegen 9.15 Uhr ein Lkw aus bislang ungeklärter Ursache in die Mittelleitplanke gekracht. Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Hiddenhausen und Bünde auf der Autobahnbrücke über der Klinkstraße in Fahrtrichtung Osnabrück. Weitere Fahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt. Der Fahrer blieb unverletzt und konnte aus eigener Kraft den Lastwagenverlassen. Die Autobahn musste aufgrund der Bergungsarbeiten in Fahrtrichtung Osnabrück für mehrere Stunden gesperrt werden.

Die Feuerwehr Bünde war mit etwa 60 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen vor Ort. Neben der hauptamtlichen Wache der Stadt Bünde beteiligten sich unter anderem der Löschzug Hunnebrock, Bünde-Mitte und Spradow sowie die Löschgruppe Ahle an der Bergung des Fahrzeuges. Um sich eine Übersicht über den Unfallort zu verschaffen, setzte die Feuerwehr auch eine Drohne ein, die Bilder von dem Streckenabschnitt lieferte. Die Auswertung und Koordinierung des Einsatzes erfolgte durch einen Einsatzleitwagen, der auf einem nahe gelegenen Parkplatz an der Schwartemeierstraße stationiert war.

Diesel läuft aus

Durch den Unfall war ein Tank des Brummis aufgerissen worden. Dadurch lief Diesel aus. Der Lkw habe mehr als 1000 Liter Treibstoff verloren, informierte Stadtbrandinspektor Rüdiger Meier, der den Einsatz leitete. Durch die Autobahnentwässerung sei auch Diesel in einen nahe gelegenen Bach geflossen. Mit einer Ölsperre versuchte die Feuerwehr zu verhindern, dass der Treibstoff in ein benachbartes Wasserschutzgebiet gelangte. Parallel dazu wurden die Entwässerungsschächte an der Autobahn abgedeckt. Die Feuerwehr pumpte den restlichen Sprit ab.

Das Ladegut des Lkw sei unkritisch gewesen, sagte Feuerwehrchef Meier. „Wir haben überprüft, ob die Ladung auch mit den Frachtpapieren übereinstimmt, da wir in der Vergangenheit in dieser Hinsicht schon einige Überraschungen erlebt haben. Hier war aber alles in Ordnung, der Lkw hatte wie angegeben Metallteile geladen.“ Spürbare Auswirkungen hatte die Autobahnsperrung auch für den Verkehr in der Stadtmitte. Über die Ausweichstrecke Herforder Straße, Wittekindstraße und Levisonstraße zog eine Blechlawine durch die Innenstadt in Richtung Autobahnauffahrt Ennigloh. Dadurch bildete sich ein enormer Rückstau. Vor allem im Bereich des Kreisels an der Klinkstraße war es teilweise kaum möglich, in Fahrtrichtung Enger zu gelangen.

2019 Unfall an gleicher Stelle

Über die Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Lkw wurde gegen 12 von der Autobahn geschleppt. Da im Anschluss die Fahrbahn gereinigt werden musste, blieb die Strecke bis etwa gegen 17 Uhr gesperrt.

Erst im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr Bünde an exakt der gleichen Stelle einen Großeinsatz. Damals war auf der Autobahnbrücke ein Sattelzug in Brand geraten. 18 Tonnen Kunststofffolie befanden sich auf dem Laster. Dem 24-jährigen bulgarischen Fahrer gelang es noch rechtzeitig, die Sattelzugmaschine vom Anhänger abzukoppeln. Der Schaden betrug etwa 100.000 Euro, die Autobahn blieb für zwölf Stunden gesperrt.

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