Bürgern und Wirtschaft soll geholfen werden
Bürgermeister prüft finanzielle Unterstützung

Bünde    (HK/hr). Vor dem Hintergrund der weiterhin wachsenden Zahl der bestätigten Corona-Fälle in NRW haben die Landesregierung, der Kreis Herford und die Stadt Bünde zahlreiche Maßnahmen festgelegt, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Diese Maßnahmen werden täglich aktualisiert. Die Corona-Pandemie ist täglich über den gesamten Arbeitstag hinweg Thema der Stadtverwaltung Bünde.

Freitag, 20.03.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 16:52 Uhr
Im Rathaus Bünde tagt täglich ein Krisenstab, um die aktuelle Lage zu besprechen und notwendige Maßnahmen umzusetzen, Foto:
Im Rathaus Bünde tagt täglich ein Krisenstab, um die aktuelle Lage zu besprechen und notwendige Maßnahmen umzusetzen,

Finanzielle Entlastung

Viele Maßnahmen führen zwangsläufig zu Belastungen für alle Bürger. Besonders belastet sind die Eltern, die nicht in systemrelevanten Berufen tätig sind und die Betreuung ihrer Kinder sicherstellen müssen. Besonders kritisch ist die Situation für Handel, Tourismus und alle weiteren Wirtschaftszweige auch in Bünde. Daher will Bürgermeister Wolfgang Koch den politischen Gremien einige Vorschläge zur Entlastung der genannten Personen und Bereiche vorschlagen. Die Erstattung von Elternbeiträgen, aber auch die Erfüllung der vertraglichen Pflichten (unabhängig vom Leistungsempfang der Stadt) soll politisch beschlossen werden. Des Weiteren will der Bürgermeister Unterstützungsmaßnahmen für die Bünder Wirtschaft mit den Ratsfraktionen beraten und zeitnah beschließen.

Verwaltung/Wlan

Um die Zahl der persönlichen Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren, finden Termine in der Verwaltung nur noch nach telefonischer oder online erfolgter Vereinbarung für zwingend notwendige Angelegenheiten statt. An den Eingängen gibt es eine Zugangskontrolle – es werden nur Besucher eingelassen, die bereits einen Termin vereinbart haben. Trauungen und Beerdigungen dürfen nur noch im engsten Kreis stattfinden. Zur Vermeidung von Zusammenkünften ist die freie WLAN-Verbindung auf dem Marktplatz, am Museumsplatz, vor dem Rathaus und in den Bussen befristet eingestellt worden.

Krisenstab

Alle aktuellen Entwicklungen werden im Krisenstab der Stadt bewertet, der sofort notwendige Maßnahmen einleiten kann. „Der Krisenstab der Stadtverwaltung kommt mindestens einmal am Tag zusammen, um die aktuelle Lage zu besprechen und notwendige Maßnahmen umzusetzen“, informiert Henriette König, Rechtsrätin der Stadt Bünde.

Wirtschaft

Um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, hat der Krisenstab entsprechend und aufgrund ministerieller Erlasse verschiedene Allgemeinverfügungen erlassen. Aufgrund dieser Allgemeinverfügungen sind verschiedene Einrichtungen, Angebote und Begegnungsstätten befristet geschlossen bzw. eingestellt. Dazu zählen neben Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Museen, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Spaßbäder, Saunen und ähnliche Einrichtungen, Reisebusreisen, Volkshochschulen, Angebote in sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen, Musikschulen, Spielplätze, Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstige Sport und Freizeiteinrichtungen, Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros , Prostitutionsbetriebe. Beschränkt wurde der Zugang zu Bibliotheken (in Bünde vollständig geschlossen), Mensen, Restaurants, Speisegaststätten und Hotelbetriebe.

Bis auf einige Ausnahmen sind Verkaufsstellen des Einzelhandels, Kosmetikstudios und ähnliche Einrichtungen geschlossen worden. Bei den Ausnahmen handelt es sich um Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol-und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau-und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Derzeit werden einige Unternehmen (vor allem im Einzelhandel) überprüft. Schwierig ist in diesen wenigen Einzelfällen vor allem die Frage der Zuordnung. Dies ist deshalb problematisch, weil diese Betriebe spontan auf ein anderes oder weiteres Warensortiment umgestellt haben.

Schulen und Kitas

Die Schulen und Kitas sind bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Es sind Notbetreuungen für Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, eingerichtet worden. Alle Kinder, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen, werden in ihren bisherigen Gruppenverbänden/Klassen betreut. Neubildungen von Gruppen sollen vermieden werden.

Interkulturelle Herausforderung

Die derzeitige Situation ist besonders für fremdsprachige Bewohner eine Herausforderung. Dabei spielen sprachliche Barrieren eine große Rolle. Um eine reibungslose Kommunikation und Information zu gewährleisten, stehen in der Stadtverwaltung zwei Ansprechpartner telefonisch zur Verfügung, die Englisch und Arabisch sprechen. „Wir hoffen, dass wir auch in diesem Personenkreis Unsicherheiten ausräumen und eine gute Informationsarbeit leisten können“, so Rechtsrätin Henriette König. Die entsprechenden Kontakte hängen sowohl an allen Eingängen im Rathaus, als auch auf der Homepage in Englisch und Arabisch aus

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