Mo., 30.03.2020

Die Aktion „Gabenbrücke“ aus Herford hat auch in Bünde Nachahmer gefunden Nudeln und Soße am Geländer

Mehrere Beutel mit Nudeln, Tomatensoßen und Kekse hatte ein Unbekannter am Sonntag an der Brücke der Lübbecker Straße über die Else befestigt.

Mehrere Beutel mit Nudeln, Tomatensoßen und Kekse hatte ein Unbekannter am Sonntag an der Brücke der Lübbecker Straße über die Else befestigt. Foto: Daniel Salmon

Bünde (WB/sal). Die Aktion „Gabenbrücke“ aus Herford hat auch in Bünde Nachahmer gefunden. An der Brücke der Lübbecker Straße über die Else hingen am Sonntagmorgen zahlreiche Tüten, die Unbekannte dort aufgehängt hatten – scheinbar um Bedürftigen während der Corona-Krise zu helfen.

Der Inhalt der Beutel: Nudeln, Tomatensoße und je eine Packung Kekse. Auf Facebook gab’s viel Lob für den anonymen Tütenspender. Und die Idee wird in der Elsestadt wiederum kopiert: Auf dem Hof Wibbeler und vor dem Rewe-Markt von Sven Hornung sind „Gabenzäune“ aufgestellt worden, an denen ebenfalls Care-Pakete befestigt werden können.

Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch findet es zwar prima, dass die Solidarität unter den Bürgern während der Corona-Pandemie wächst – wie man an den „Gaben-Aktionen“ sehe. „Aber ich finde es nicht so gut, Tüten mit Lebensmitteln auf diesem Weg öffentlich zu verteilen. Man weiß oft nicht, woher die Sachen kommen oder unter welchen hygienischen Umständen sie gepackt wurden.“ Einkassiert würden solche Beutel von der Stadtverwaltung allerdings nicht.

Das sagt der Landrat

Mit Blick auf die Herforder „Gabenbrücke” hatte sich zuletzt auch Landrat Jürgen Müller zu Wort gemeldet: „Solche Hilfsaktionen zeugen von großem gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Kreis. Es ist ein tolles Zeichen, dass die Bürger füreinander einstehen und in dieser schwierigen Zeit Nächstenliebe, Rücksichtnahme und Menschlichkeit leben.“

Gleichwohl sei grundsätzlich darauf hingewiesen, dass Hilfsangebote jeglicher Art immer mit der jeweiligen Kommunalverwaltung abgestimmt werden sollten, damit diese wirksam, sicher und auf rechtlich zulässige Weise erfolgten. So sei laut Müller etwa das anonyme Anbieten von Lebensmitteln – zumal unter freiem Himmel – lebensmittelrechtlich nicht unproblematisch.

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