Di., 31.03.2020

„Wer wird Millionär“: Sina Warneke aus Bünde gewinnt 16.000 Euro Beim „Melitta-Mann“ ist Schluss

Bei der 32.000 Euro-Frage ist Schluss für Tätowiererin Sina Warneke. Die richtige Antwort wäre Auswahlmöglichkeit C gewesen. Der „Melitta-Mann“ Egon Wellenbrink ist der Vater von Sänger Nico Santos. „Das habe ich absolut nicht gewusst“, so die Bünderin.

Bei der 32.000 Euro-Frage ist Schluss für Tätowiererin Sina Warneke. Die richtige Antwort wäre Auswahlmöglichkeit C gewesen. Der „Melitta-Mann“ Egon Wellenbrink ist der Vater von Sänger Nico Santos. „Das habe ich absolut nicht gewusst“, so die Bünderin. Foto: Salmon

Von Daniel Salmon

Bünde/Köln   (WB).So bunt und ostwestfälisch ging’s auf Günther Jauchs heißem Stuhl wohl selten zu: Tätowiererin Sina Warneke aus Bünde räumte bei der Montagsausgabe von „Wer wird Millionär“ (WWM) 16.000 Euro ab.

Unzählige Motive zieren den Körper der 33-Jährigen. Doch wie viele sind es genau? Das interessiert auch RTL-Quizmaster Jauch. Die Antwort der Bünderin: „Genau weiß ich das auch nicht. Nach dem zehnten habe ich aufgehört zu zählen.“ Immer wieder wird Warnekes nicht alltäglicher Beruf bei ihrem WWM-Auftritt thematisiert. Welche Kunden-Motive ihr besonders in Erinnerung geblieben sind, will Jauch etwa wissen. Es ist ein Duftbäumchen, dass sich ein Mann unter seine Achsel stechen ließ: „Da wo er halt hingehört“, so die OWL-Kandidatin keck.

Auch erfährt ein Millionenpublikum vor den TV-Geräten, was Sina Warneke niemals tätowieren würde: „Geschlechtsteile.“ Einen Kunde, der seinen Arm komplett schwarz stechen lassen wollte, ließ sie ebenfalls abblitzen.

Doch wie kam’s überhaupt, dass Sina Warneke bei „Wer wird Millionär“ landete? Den Anstoß gab ihr Kumpel Marco Piermattei – den sie auch als Begleitung mit zur Show nahm. Der Hiddenhauser hatte es 2013 zu Günther Jauch geschafft, damals sogar 64.000 Euro abgesahnt. „Er hat gesagt: ‚Bewirb du dich doch auch‘“, sagt Warneke. In die Auswahlrunde ins Studio schaffte es die Bünderin zwar bereits einmal. „Aber ich war immer zu langsam.“

4,58 Sekunden

Diesmal war die Bünderin aber flott genug. Bei der Sortier-Aufgabe, „Machen Sie eine ‚Fahrrad‘-Tour durch die Niederlande, Dänemark, Italien und Polen“ brachte sie binnen 4,58 Sekunden die Antworten (fiets, cykel, bicicletta, rower) in richtige Reihenfolge. „Als ich gesehen habe, dass ich die Schnellste war, habe ich fast ‘nen Herzklappenabriss bekommen. Das war echt ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt sie.

35 Kilo abgenommen

Mit einigen Anekdoten aus ihrem Joballtag geht’s für die sympathische Dunkelhaarige dann bis zur 32.000 Euro-Frage. Besonders beeindruckt ist Günther Jauch, dass Warneke vor einiger Zeit 35 Kilo abgenommen hat. „Wenn damals auch schon die Tattoos drauf waren – was passiert dann mit denen, wenn man abnimmt?“, will das RTL-Urgestein wissen. „Das sieht natürlich dann nicht immer ganz so prall aus. Aber bei mir fiel das nicht so auf, weil ich auf dem Körper kaum Schriften habe“, antwortet die Kandidatin.

Bei der letzten Quiz-Frage ist Warneke allerdings ratlos. „Der Sänger Nico Santos ist der Sohn des Darstellers welcher berühmten Werbefigur?”, will Jauch wissen. Den Sänger kennt die Bünderin zwar, weiß mit den Antwortmöglichkeiten (A: Herr Kaiser, B: HB-Männchen, C: Melitta-Mann, D: “Isch ‘abe gar kein Auto”-Typ) aber wenig anzufangen. Auch ihr letzter Joker – eine Freundin am Telefon – kann nicht helfen. „Und ich habe die Antwort absolut nicht gewusst. Also habe ich die 16.000 Euro genommen. Geärgert hab’ ich mich natürlich, dass ich vorher so viele Joker verballert hatte. Aber ich wollte auch nicht zocken und dann nur 500 Euro bekommen.“ Die Freude über den Gewinn ist bei der Tattoo-Expertin jedenfalls riesig. Antwort C wäre übrigens richtig gewesen.

Aufgezeichnet worden war die „Wer wird Millionär“-Ausgabe mit der Bünderin bereits am 11. März. „Das ist die letzte Folge, bei der noch Publikum dabei sein durfte“, erinnert sich Sina Warneke.

Das macht die Bünderin mit dem Gewinn

Doch was macht sie nun mit ihrem Gewinn? „Das Geld kann ich gerade jetzt gut gebrauchen“, sagt die 33-Jährige. Gemeinsam mit einem Freund betreibt sie in Hiddenhausen das Tattoo-Studio „Electric Inc.“. „Denn arbeiten kann ich ja jetzt erstmal nicht. Und so kann ich zumindest ruhig schlafen, wenn derzeit wegen der Corona-Krise nichts reinkommt.“ Bleibt am Ende noch Geld übrig, will sie mit ihrer Familie übrigens nach Panama reisen. „Zudem würde ich noch gerne einige Operationen machen lassen. Wegen meiner Gewichstabnahme habe ich da noch etwas überschüssige Haut“, so Warneke.

Kommentare

Wer's braucht

Tätowieren ist ein Hype, der viele Opfer hinterlassen wird.

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