Fr., 15.05.2020

Stadt Bünde gewinnt NRW-Wettbewerb – Bürger sollen sich beteiligen Fußverkehr kommt unter die Lupe

Auf Querungen wie hier an der Herforder Straße soll ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Auf Querungen wie hier an der Herforder Straße soll ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Foto: Hilko Raske

Bünde (WB). Beim landesweiten Wettbewerb um einen Fußverkehrs-Check hat die Stadt Bünde vom „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ den Zuschlag erhalten. Mithilfe eines umfassenden Programms und professioneller Begleitung rückt nun der Fußverkehr in den Fokus. Ziel des Checks ist es, für die Belange des Fußgängers zu sensibilisieren und gemeinsam mit den Bürgern mögliche Verbesserungsmöglichkeiten herauszuarbeiten.

Bürgerinnen und Bürger sind explizit eingeladen, sich zu beteiligen – vom Kind bis zum Senioren. Gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Verbänden sollen beim Fußverkehrs-Check die Belange der Fußgänger in Bünde diskutiert werden: Welche Probleme gibt es, wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen, wo stören parkende Autos, wo haben die Gehwege unzureichende Qualität, wo könnte ein Zebrastreifen beim Queren einer Straße helfen?

Bürgermeister Wolfgang Koch und der Technische Beigeordnete Dr. Andreas Siepenkothen freuen sich, dass Bünde zu den Gewinnern des Wettbewerbs zählt: „Durch die Maßnahme wird der Anteil der Fußgänger im Stadtzentrum erhöht. Dies führt zu einer Reduzierung der Kraftfahrzeuge, zu weniger erforderlichen Parkplätzen, zur Verbesserung des Klimas und der Gesundheit der Verkehrsteilnehmer. Gehen ist die nachhaltigste Form der Fortbewegung.“ Bürgermeister Koch bekräftigt: „Auch ich selbst gehe in der Regel zu Fuß zum Rathaus.“

Schwerpunkt des Projekts ist die Einbeziehung der Verkehrsteilnehmer in die Entwicklung neuer Lösungsvorschläge. Die Abteilung Straßenbau und Verkehrsplanung der Stadt Bünde stellt die fußverkehrliche Anbindung des südlichen Stadtgebietes (Bustedt und Bünde-Süd) an das Stadtzentrum in den Fokus des Projektes. Insbesondere sollten aus der Gruppe der Anwohner die Schülerinnen und Schüler, Erwerbstätigen und mobil eingeschränkten Personen betrachtet werden. Geplant ist, auf die Querung von Hauptverkehrs- und Sammelstraßen (Herforder Straße, Südring und Weseler Straße) ein besonderes Augenmerk zu legen.

Fußverkehrs-Checks sind ein Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Die bewährte Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – sie geben den Teilnehmenden vor Ort die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren. Es folgt eine Stärken-Schwäche-Analyse sowie die Erstellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die gemeinsam von Bürgern und Experten erarbeitet werden. So können Kreise, Städte und Gemeinden die umweltfreundlichste aller Fortbewegungsarten fördern und letztendlich auch die Lebensqualität für ihre Bürgerinnen und Bürger verbessern.

Die verschiedenen Etappen des Fußverkehrs-Checks werden vom Planungsbüro VIA aus Köln oder der Planersocietät aus Dortmund begleitet, das die Veranstaltungen moderiert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Aus den Ergebnissen erarbeitet das Planungsbüro außerdem eine Handlungsempfehlung für die Stadt Bünde.

Die Kosten für die Fußverkehrs-Checks werden zu 100 Prozent vom Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen übernommen. Detaillierte Informationen zum Wettbewerb Fußverkehrs-Checks NRW 2020 finden Interessierte auch im Internet: www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/fussverkehrs-checks.

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