Hauptausschuss: Bünder Parteien stimmen für Entlastungen
Unterstützung für Gastro-Betriebe

Bünde (WB). Stadtverwaltung und Politik wollen den durch die Corona-Krise schwer getroffenen Bünder Gastro-Betrieben unter die Arme greifen. Unter anderem sollen Gebühren für die Außenbereiche von Restaurants, Cafés und Kneipen in diesem Jahr nicht erhoben werden. Weitere Maßnahmen sollen geprüft werden.

Donnerstag, 04.06.2020, 13:13 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 13:30 Uhr
Auf die Erhebung der Gebühren für die Außengastronomie will die Stadt Bünde vorerst verzichten. Foto: dpa
Auf die Erhebung der Gebühren für die Außengastronomie will die Stadt Bünde vorerst verzichten. Foto: dpa

Auf diese Schritte verständigten sich alle Fraktionen in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Dem einstimmigen Votum vorangegangen waren zwei unabhängig voneinander gestellte Anträge der CDU und der Sozialdemokraten. „Die Gastronomie war der erste Bereich, der in der Corona-Krise geschlossen wurde und wird einer der letzten Bereiche sein, der wieder im normalen Rahmen den Betrieb aufnehmen können“, hatten die Christdemokraten ausgeführt. Sie befürchten, dass viele Betriebe der Branche durch die Auswirkungen der Pandemie vor dem Aus stehen könnten. „Dabei trägt die Gastronomie maßgeblich zur Attraktivität der ganzen Stadt Bünde bei“, sagt CDU-Ratsherr Martin Schuster.

Er betonte zudem, dass die Gastro-Branche ein wichtiger Arbeitgeber sei, der unterstützt werden müsse. „Beispielsweise durch den Wegfall der Außengastronomie-Gebühren, die Möglichkeit mehr Sitzplätze im Freien anzubieten oder die Öffnungszeiten auszuweiten“, schlug der CDU-Stadtverbandschef vor.

Aussetzung ist richtiger Schritt

Konkret hatte die SPD in ihrem Antrag bereits den Gebühren-Verzicht ins Auge gefasst. „Die Einnahmen hieraus betrugen 2019 20.000 Euro. Die Beitragsaussetzung ist ein kleiner, aber richtiger Schritt, um eine attraktive Innenstadt und eine vielfältige Gastronomie in Bünde zu erhalten“, kommentierte Fraktionssprecherin Andrea Kieper. Sie argumentierte, dass die massiven Umsatzeinbrüche selbst durch die Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen nicht aufzufangen seien.

Die übrigen Fraktionen schlossen sich den Anträgen von CDU und SPD letztlich ausnahmslos an. Grünen-Bürgermeisterkandidatin Stefanie Janßen-Rickmann meinte: „Solche Maßnahmen sind sinnvoll, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir alle sollten direkt vor Ort so viel wie möglich Einkaufen und Essen gehen, so lange wir es uns leisten können, um die Betriebe in Bünde zu unterstützen.“

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