Bürgermeister legt Grundstein für Freibad – Arbeiten im Zeitplan – Eröffnung Mai 2021
Mundschutz wird eingemauert

Bünde (WB). Wird das neue Freibad so alt wie das, was gerade abgerissen wurde, könnte in etwa 80 Jahren die Zeitkapsel gefunden werden, die Bürgermeister Wolfgang Koch und Bäder-Geschäftsführerin Marion Kapsa am Mittwoch in den Grundstein eingemauert haben. Sie wird an die besondere Zeit und die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie erinnern.

Donnerstag, 11.06.2020, 11:00 Uhr
Bürgermeister Wolfgang Koch und Bäder-Geschäftsführerin Dr. Marion Kapsa legen den Grundstein für das Zehn-Millionen-Projekt „Freibad Bünde“. Die Zeitkapsel wird im Sozialgebäude für Umkleiden, Duschen, WCs, Kiosk und Eingang eingemauert. Foto: Kathrin Weege
Bürgermeister Wolfgang Koch und Bäder-Geschäftsführerin Dr. Marion Kapsa legen den Grundstein für das Zehn-Millionen-Projekt „Freibad Bünde“. Die Zeitkapsel wird im Sozialgebäude für Umkleiden, Duschen, WCs, Kiosk und Eingang eingemauert. Foto: Kathrin Weege

„Wir haben neben Fotos vom ehemaligen Bad und vom Abbruch auch Zeitungen von heute sowie einen Mundschutz mit der Aufschrift ‚Corona-Jahr 2020‘ in die Metallbox gelegt“, sagt Kapsa. Um den Grundstein herum entsteht in den kommenden Monaten ein 526 Quadratmeter großer Flachdachbau. Dort sind Eingangsbereich, Personalräume, Gastronomie, Umkleiden sowie Technik- und Sanitärräume untergebracht.

Edelstahlbecken kommen im Juli

Bevor Kapsa – sicher ausgestattet mit Schutzhelm – zur Maurerkelle griff, dankte sie vor allem der Stadt. „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Stadt ein neues Freibad baut, wenn ein Hallenbad vorhanden ist.“

Der nächste Meilenstein beim XXL-Projekt wird im Juli die Lieferung der Edelstahlbeckens sein. „Wir sind trotz der Corona-Krise wirtschaftlich und zeitlich voll im Plan. Die Eröffnung soll im Mai 2021 erfolgen“, so Koch. Er sei stolz, den Bürgern bald eine so tolle Sportanlage bieten zu können.

50-Meter-Becken

Das neue 50-Meter-Becken ist für Wettkämpfe ausgelegt. Mit einer Tiefe von 1,80 Metern sollen dort Sportveranstaltungen stattfinden. „Wir werden uns dafür entsprechend für bewerben“, betonte das Stadtoberhaupt. Die Arbeiten für dieses Becken haben bereits begonnen genauso wie die für das Sprungbecken.

Auch das ist für Wettkampfbedingungen ausgelegt. „Man wird aus einem, drei und fünf Metern springen können“, informiert Wolfgang Koch. Das Nicht-Schwimmerbecken bietet mehr als nur Wasser: „Sprudel- und Massage-Düsen oder eine Wasserliege sollen für viel Freude sorgen“, sagt Kapsa. Ein Kinderbecken rundet den Badespaß für die ganze Familie ab. Neu ist: Künftig wird der Eingang an der Dellerei­straße liegen.

Bis zu 66.000 Besucher

Die Kosten für den Bau belaufen sich auf zehn Millionen Euro – vier davon stammen allerdings aus Fördertöpfen. In einer guten Saison besuchen zwischen 60.000 und 66.000 Bürger im Sommer das Freibad, „Ist das Wetter schlechter, sind es etwa 50.000“, weiß Badleiterin Kerstin Lech, die sich bereits auf die Saison 2021 freut.

Kommentar

Auch wenn die Freibadsaison 2020 wegen des Neubaus ausfallen muss: Das Warten auf das neue Freibad dürfte sich für alle Bünder und vor allem für die Wettkampfschwimmer lohnen. Fortan sind sportliche Veranstaltungen möglich, die vorher nicht denkbar waren. Großes Lob gebührt in der Corona-Krise den ausführenden Unternehmen und deren Mitarbeitern. Sie arbeiten unter erschwerten Bedingungen. Da ist es umso erfreulicher, dass derzeit alles im Zeit- und Wirtschaftsplan liegt.

Das tiefe Sprungbecken (inklusive Technikkeller) ist bereits gut auf dem Gelände zu erkennen. Später wird es dort drei Sprungmöglichkeiten geben: ein, drei und fünf Meter.

Das tiefe Sprungbecken (inklusive Technikkeller) ist bereits gut auf dem Gelände zu erkennen. Später wird es dort drei Sprungmöglichkeiten geben: ein, drei und fünf Meter. Foto: Weege

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