Bürgermeister nimmt Stellung – Verein sagt Oktoberfest ab – „Ein Weihnachtsbaum für Bünde“ auf der Kippe
Zwiebelmarkt nicht durchführbar

Bünde (WB).Nach der Verlängerung des corona-bedingten bundesweiten Verbots von Großveranstaltungen äußert sich Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch nun zur wahrscheinlichen Absage des Zwiebelmarktes in dieses Jahr. Fest steht nun auch, welche weiteren Events in der Region wegen der Virus-Pandemie ausfallen.

Donnerstag, 18.06.2020, 20:05 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 20:10 Uhr
Der Zwiebelmarkt fällt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie wohl ins Wasser. Foto: Daniel Salmon (Archiv)
Der Zwiebelmarkt fällt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie wohl ins Wasser. Foto: Daniel Salmon (Archiv)

Wie berichtet, sollen Großveranstaltungen bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, mindestens bis Ende Oktober abgesagt werden. „Uns liegt zu dieser Regelung zwar noch keine Umsetzung in Landesrecht vom Land Nordrhein-Westfalen vor, jedoch müssen wir leider davon ausgehen, dass der Zwiebelmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden wird“, so Wolfgang Koch zur aktuellen Lage.

Vorplanungen zum Zwiebelmarkt seien vorsorglich getroffen worden , „da bis Mittwoch niemand sagen konnte, wie es mit Veranstaltungen ab dem 31. August weitergehen wird. Der Blick in die Zukunft ist für viele momentan ein Blick in die Kristallkugel“, so der Bürgermeister weiter.

Betroffen von der Absage ist auch der große Innenstadt-Flohmarkt, der im September hätte stattfinden sollen. Wie es mit anderen geplanten Veranstaltungen bis Ende Oktober weitergehen wird, werde zu gegebener Zeit geprüft. „Bei der einen oder anderen Veranstaltung könnte ich mir vorstellen, dass Maßnahmen zur Hygiene und Kontaktverfolgung umgesetzt werden könnten. Das erfordert jedoch noch eine genaue Überprüfung“, so Koch.

Kein Oktoberfest in Holsen

Unabhängig von der am Mittwoch publik gewordenen Entscheidung der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten hatte der RGZV Holsen entschieden, sein traditionelles Oktoberfest in diesem Jahr abzusagen. Eigentlich sollte die Fete – in den Vorjahren kamen stets um die 1000 Gäste – am 3. Oktober auf dem Holser Sportplatz steigen. Bereits Ende Mai hatte der Vereinsvorstand die Absage des Kultfestes beschlossen. „Wir hatten lange überlegt und bereits damals gesagt, die Ausrichtung birgt ein zu großes Risiko“, sagt Vorsitzender Heinz-Willi Klei.

Unklar ist noch, was mit dem Weihnachtsmarkt „Ein Weihnachtsbaum für Bünde“ in diesem Jahr geschieht. Die mehrtägige Veranstaltung, die vom Verein zur Förderung der Jugendarbeit in Bünde ausgerichtet wird, findet traditionell am Wochenende des ersten Advent statt. Zwar gilt das Verbot von Großveranstaltungen nur bis zum 31. Oktober, dennoch haben sich die Veranstalter des Marktes bereits mit dem Szenario einer möglichen Absage des Events mit bis zu 2000 Besuchern befasst. „Unter den Corona-Beschränkungen, die derzeit gelten, wäre eine Ausrichtung jedenfalls nicht vorstellbar“, sagt Jürgen Höffner vom Organisations-Team. Abschließend wolle der Förderverein nach den Sommerferien entscheiden, ob die Veranstaltung durchführbar ist. „Wir haben den Vorteil, dass wir nur eine relativ kurze Vorplanungszeit benötigen.“

 

Hollandmarkt verschoben

Die Werbegemeinschaft Bruchmühlen teilt mit, dass der Hollandmarkt von diesem auf das kommende Jahr verlegt wird. Die Veranstaltung sollte eigentlich am 21. Juni in dem Rödinghauser Ortsteil stattfinden und war somit bereits vom ersten bundesweiten Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August betroffen.

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