Auch bei höherer Kundenzahl können im Bünder Modehaus alle Hygienevorschriften eingehalten werden
Wäschemarkt findet trotz Corona statt

Bünde (WB/hr). Der Wäschemarkt gehört zum Bünder Modehaus wie der Eiffelturm zu Paris. Doch fast hätte er in diesem Sommer ausfallen müssen. Zu ungewiss war, ob in Zeiten von Corona etwas Derartiges überhaupt stattfinden kann.

Freitag, 26.06.2020, 16:00 Uhr
Der Wäschemarkt werde auch in diesem Sommer im Bünder Modehaus stattfinden, freut sich Christoph Lanvers Foto: Hilko Raske
Der Wäschemarkt werde auch in diesem Sommer im Bünder Modehaus stattfinden, freut sich Christoph Lanvers Foto: Hilko Raske

„Die vergangenen Wochen haben aber gezeigt, dass im Bünder Modehaus auch bei höherer Kundenfrequenz alle Hygienemaßnahmen und Sicherheitsabstände eingehalten werden können“, sagt Miteigentümer Christoph Lanvers. Darüber hinaus hätten sich viele Kunden telefonisch, per E-Mail oder auf den sozialen Medien nach den Wäschemarktterminen erkundigt. Lanvers und Volker Jährling, beide Eigentümer des Modehauses, hatten sich deshalb entschieden, ein Stück Normalität zu wahren und den Wäschemarkt stattfinden zu lassen. Start ist an diesem Samstag, 27. Juni. Dabei soll die Mehrwertsteuersenkung sofort an Kunden weitergegeben werden. „Seit vielen Jahren steht das Bünder Modehaus für Preistransparenz und Ehrlichkeit“, sagt Lanvers. Die Reduzierung der Mehrwertsteuer werde automatisch an der Kasse abgezogen.

Organisation ist Herausforderung

Dass die Organisation des Wäschemarktes in der Corona-Krise aber durchaus eine Herausforderung seien kann, hätten die vergangenen Wochen gezeigt, so Lanvers. Immerhin mussten alle Waren im Vorfeld geordert werden. Viele Lieferanten seien jedoch noch in Kurzarbeit. Das habe die Einkäufe deutlich verkompliziert. Einkaufsreisen und persönliche Vertreterbesuche mussten diesmal unterbleiben. Stattdessen sei virtuell oder telefonisch geordert worden. „Hilfreich dafür waren die persönlichen Kontakte und der gute Draht zu den Vertrieblern, die wir zum Teil bereits seit Jahren kennen“, meint Björn Lohkamp, Mitglied der Geschäftsleitung.

Hygiene und Sicherheit

Besonderer Wert wird auf Hygiene und Sicherheit für Kunden und Personal gelegt. Oberflächen werden regelmäßig desinfiziert, das Verkaufsteam mit Masken und Visieren ausgestattet und auf die neue Situation geschult. An verschiedenen Stellen auf den Verkaufsflächen würden Desinfektionsmittelspender zur Verfügung stehen. Erstaunt sei man anfangs über die Menge an Desinfektionsmittel gewesen, die täglich benötigt werde. „Wir hatten gedacht, mit 20 5-Liter-Kanister kommen wir fast ein halbes Jahr hin.“ Es habe sich aber herausgestellt, dass man täglich fünf Liter benötige. Generell, so die Erfahrung im Bünder Modehaus, hätten sich die Kunden sehr diszipliniert verhalten. „Allerdings wird inzwischen sehr zielgerichtet eingekauft. Das Bummeln und Shoppingevent sind in den Hintergrund getreten“, hält Lanvers fest.

Reduzierte Preise

Doch was macht den Wäschemarkt, den es seit fast 50 Jahren gibt, eigentlich aus? Durch die langjährigen Partnerschaften mit Markenherstellern kann das Bünder Modehaus Waren aus Lagerüberhängen und Saisonauslaufartikel in großen Stückzahlen übernehmen, die im Rahmen des Wäschemarktes zu reduzierten Preisen an die Kunden weitergegeben werden.

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