Ernst-Reuter-Straße: Ausbau trotz Hindernisse im Zeitplan – Fördermittel vom Land?
Probleme mit dem alten Kanal

Bünde (WB). Die wahrscheinlich größte Baustelle auf Bünder Stadtgebiet dürfte sich derzeit zwischen der Levison- und Lettow-Vorbeck-Straße befinden. Nachdem im vergangenen Jahr die Vorarbeiten sowie die Erneuerung der Gas- und Wasserleitungen durch die Energie- und Wasserversorgung Bünde (EWB) erfolgreich abgeschlossen werden konnten, hat vor etwa zwei Monaten der Vollausbau der Ernst-Reuter-Straße, Engelstraße und Behringstraße begonnen.

Dienstag, 28.07.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 06:01 Uhr
Aktuell wird in der Ernst-Reuter-Straße der Kanal erneuert. Der Straßenbau wird voraussichtlich ab Mitte August beginnen. Foto: Hilko Raske
Aktuell wird in der Ernst-Reuter-Straße der Kanal erneuert. Der Straßenbau wird voraussichtlich ab Mitte August beginnen. Foto: Hilko Raske

„Im Mittelpunkt der Arbeiten steht das Zusammenspiel der Erneuerung des Schmutz- und Regenwasserkanals samt Hausanschlüssen und der Herstellung der Fahrbahn samt Nebenanlagen wie Gehweg und Parkstreifen sowie der Erreichbarkeit der Anliegergrundstücke während der Bauzeit“, informiert Doris Greiner-Rietz, Sprecherin der Stadt Bünde. Und wie ist der Stand der Dinge zwei Monate nach Start der Baumaßnahme? „Aktuell ist der Kanalbau am Zug. Der Schmutzwasserkanal ist bis Mitte des ersten Abschnitts hergestellt. Als nächstes wird in diesem Abschnitt der Regenwasserkanal hergestellt“, teilt die Stadtsprecherin auf Anfrage mit. Schwierigkeiten habe der alte Kanal bereitet, der mit Beton ummantelt gewesen sei. „Dieser war dem neuen Kanal im Weg und musste mühsam abgestemmt werden. Ansonsten sind jedoch keine Probleme aufgetreten und die Maßnahme liegt aktuell im Zeitplan“, so Greiner-Rietz.

Der Vollausbau erfolge in drei Abschnitten, die nacheinander abgearbeitet werden. „Der erste Abschnitt reicht von der Lettow-Vorbeck-Straße bis zur Teichstraße. Danach folgen die Abschnitte Teichstraße bis Engelstraße und zu guter Letzt von der Engelstraße bis zur Levisonstraße.“ Der Straßenbau werde voraussichtlich ab Mitte August im ersten Teilabschnitt mit den Arbeiten beginnen.

Nach der Fertigstellung sei dann jedes Haus in diesen Abschnitten mit neuen Regen- und Schmutzwasserleitungen ausgestattet. Des Weiteren würden Beete angelegt. „Sie dienen zur Rückhaltung des Oberflächenwassers und werden, wenn möglich, mit einem Baum ausgestattet.“ Geplant sei, den gesamten Bereich verkehrsberuhigter zu gestalten, so dass er für alle Verkehrsteilnehmer attraktiver werde. Dafür sorgten dann die barrierefrei gestaltete Bushaltestelle und so genannte Verschwenkungen der Fahrbahn.

Die gesamte Baumaßnahme werde bis voraussichtlich Ende 2021 andauern. Die Gesamtkosten beziffert die Stadtsprecherin auf rund 4,7 Millionen Euro. „Der Anteil der Beitragspflichtigen an den Ausbaukosten der Ernst-Reuter-Straße beträgt für die Fahrbahn, Beleuchtung und Oberflächenentwässerung 50 Prozent, für Parkstreifen und Gehweg 60 Prozent“, informiert Greiner-Rietz. Durch die Änderung des Kommunalabgabengesetzes NRW zum 1. Januar dieses Jahres bestehe aber die Möglichkeit, dass die Kommune eine Zuwendung vom Land NRW für bestimmte Straßenausbaumaßnahmen beantragen könne. Sollte eine Zuwendung für die Maßnahme gewährt werden, verringere sich der Anteil der Beitragspflichtigen um bis zu 50 Prozent.

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