Zweite Comedy-Nacht seit Beginn der Pandemie begeistert in Bünde mehr als 200 Besucher
Aufstand der Fruchtzwerge

Bünde (WB). Noch vor wenigen Wochen war es undenkbar, dass das Universum wieder regelmäßig bespielt wird. Am Wochenende aber hat nun bereits die zweite Comedy-Night seit Beginn der Pandemie stattgefunden.

Montag, 28.09.2020, 17:10 Uhr
Kay Ray sorgt nicht nur selbst für Lacher, er führt als Moderator auch durch den Abend. Foto: Tismer
Kay Ray sorgt nicht nur selbst für Lacher, er führt als Moderator auch durch den Abend. Foto: Tismer

Während sich am Freitagabend immerhin etwa 70 Gäste die fünf Comedians ansahen, waren es am Samstag sogar etwa 140 – eine für diese Zeiten gute Besucherzahl . Das dürfte nicht zuletzt an dem wieder einmal abwechslungsreichen Line-up gelegen haben.

Mit Kay Ray stand ein Künstler auf der Bühne, der bereits seit Jahren regelmäßig im Universum spielt, dabei gerne einmal Witze unterhalb der Gürtellinie reißt, aber durchaus auch ruhiger geworden ist als noch vor einigen Jahren. Im goldenen Glitzer-Outfit witzelte der Osnabrücker, der dieses Mal die Moderation des Abends übernommen hatte, unter anderem über Klimaaktivistin Greta, die für ihre „Aufrufe zum Fruchtzwergenaufstand“ sogar eine goldene Kamera verliehen bekommen habe.

Der trockene Witz des Todes

„Das ist also die Leistung, die man dafür heute bringen muss“, ulkte er, um wenig später die Deutsche Bahn aufs Korn zu nehmen. „Als ich kürzlich nach WLAN im Zug gefragt habe, hat mir der Schaffner nur entgeistert geantwortet, dass wir in Deutschland seien und froh sein könnten, wenn es durchgängig Schienen gebe.“

Auch mit Benni Stark stand ein durchaus bekanntes Gesicht auf der Bühne. Wie gut er Bünde bereits kennt, bewies er bereits nach wenigen Minuten: „Ich hatte heute nämlich einen echten Schockmoment, als ich gesehen habe, dass es ‚Er & Sie Ledermoden‘ nicht mehr gibt“, erklärte er witzelnd. Aber auch aus seinem eigenen einstigen Leben als Verkäufer in einem Bekleidungsgeschäft wusste er einiges zu berichten. „Wenn eine Frau für ihren Mann eine Vorauswahl trifft, hat sie so etwa 400 Anzüge auf dem Arm hängen.“

Mit dem „Tod“ war ein weiterer Künstler zu Gast, der bereits mehrfach für makabre Begeisterung beim Bünder Publikum gesorgt hat. Er setzte dabei vor allem auf äußerst trockenen Humor, während er aus scheinbar unzähligen aufblasbaren Sensen die Luft herausließ und dabei von seinem Freund Satan, der auch als „Donald das Trumpeltier“ bezeichnet wurde, berichtete.

Applaus für Zaubertricks

Cody Stone dagegen erklärte zwar gleich zu Beginn, dass er mit den Bünder Ehrlich Brothers befreundet sei, an deren Tricks aber doch nicht ganz herankäme. Dafür aber verblüffte er die Anwesenden anschließend umso mehr. Mal ließ er ein Tuch schweben, dann schüttete er ohne größere Folgen Wasser in die Jacke eines Zuschauers. Bei den Anwesenden sorgte das für jede Menge Begeisterung und tosenden Applaus.

Ganz ähnlich war es bei Johannes Flöck, der das Universum inzwischen wohl auch schon fast als zweites Wohnzimmer bezeichnen kann. Nicht gehe so gemütlich geht es bei ihm allerdings zu Hause zu, seit seine Freundin versuche, ihn für Yoga zu begeistern. „Sie bringt mir Yoga bei und ich bringe ihr bei, wie steif man sein kann“, erklärte er. Dabei sei er sich jedoch sicher, dass er nur so steif sei, weil seine Haut eben so straff sei.

Weitere Termine

Unter dem Strich sorgten die fünf Comedians wieder für jede Menge Lacher und einen Abend zwar unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen, aber dennoch auch einmal fernab von Gedanken rund um das Thema Corona.

Drei der fünf Künstler sind in den kommenden Wochen auch noch mit ihrem Solo-Programm im Universum zu Gast, für alle Veranstaltungen gibt es noch Tickets: Am 21. Oktober steht Cody Stone auf der Bühne, am 21. November Johannes Flöck und am 28. November „Der Tod“.

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