Politiker beschließen: Schausteller dürfen ihre Stände an vier Wochenenden aufbauen
Imbissbuden sollen Bünder Innenstadt beleben

Bünde (WB). Crêpes-Stände, Pizza-, Eis- und Burger-Buden und sogar ein Karussell: Auch wenn es – coronabedingt – in Bünde in diesem Jahr keine Volksfeste gibt, dürfte bald zumindest ein Hauch von Kirmesflair durch die Innenstadt wehen.

Mittwoch, 07.10.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 05:20 Uhr
In Bünde wird sich auf dem Tönnies-Wellensiek-Platz an den kommenden Wochenenden ein Karussell drehen. Foto: dpa
In Bünde wird sich auf dem Tönnies-Wellensiek-Platz an den kommenden Wochenenden ein Karussell drehen. Foto: dpa

Denn die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung haben in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, dass Schausteller an vier Wochenenden – und zwar freitags, samstags und sonntags – ihre Buden im Bereich der Esch- und Bahnhofstraße aufbauen dürfen. Erster Termin ist das vorletzte Wochenende in diesem Monat (23., 24. und 25. Oktober).

Erster Antrag im Juni

Zugrunde liegt der Idee ein Antrag der CDU-Fraktion. „Die Schaustellerfamilien begleiten die Stadt Bünde schon seit Jahrzehnten. Sie sind wegen der Corona-Krise unverschuldet in eine Situation gekommen, in der wir etwas für sie tun können“, führte Fraktionschef Georg Kruthoff aus. Tatsächlich müssen die meisten Schaustellerbetriebe durch den Wegfall der Jahrmärkte um ihre Existenz bangen (diese Zeitung berichtete) .

Bereits im Juni hatte die Handel Bünde GbR einen ganz ähnlich lautenden Antrag an das Gremium gerichtet, der seinerzeit aber von den Lokalpolitikern abgelehnt wurde. Damals hatte die Vereinigung der heimischen Einzelhändler vorgeschlagen, dass Verzehr- und Imbissstände über mehrere Monate permanent in der Innenstadt stehen dürfen. Die Ausschussmitglieder hatten allerdings moniert, dass die Verzehrstände dann dauerhaft in Konkurrenz zu den – ebenfalls durch die Auswirkungen der Virus-Pandemie gebeutelten – Gastro-Betrieben in der City stehen würden. „Wir hatten eine Diskrepanz zwischen den Interessen der Schausteller und dem Schutz der ortsansässigen Lokale festgestellt“, verteidigte Martin Schuster (CDU) die Entscheidung aus der Juni-Sitzung.

SPD begrüßt Idee

Durch die zeitliche Eingrenzung der Angebote auf nur vier Wochenenden hatten die Politiker dieses Mal aber keine Probleme mit dem neuen Antrag. „Als SPD-Fraktion können wir die Ideen nur ausdrücklich begrüßen. Wir müssen mehr Attraktionen schaffen, damit Kinder mit Familien in Stadt kommen“, betonte SPD-Fraktionssprecherin Andrea Kieper auch mit Blick auf die gestrichenen Verkaufsoffenen Sonntage, bei denen sonst auch immer Verzehrbuden in der Stadt aufgebaut wurden. .

Eine Einschränkung für die Platzierung forderten die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses allerdings: So dürfen die Verzehrstände nicht in unmittelbarer Nähe von Gastro-Betrieben mit ähnlichem Angebot stehen. „Wir würden mit den Ständen die Leerstände in der City dekorieren“, merkte Georg Kruthoff CDU-Ratsherr und Handel-Bünde-Geschäftsführer in Personalunion an.

Durch die Entscheidung des Ausschusses können die Schausteller ihre Buden ab dem 23. Oktober bis in den Dezember an jedem Wochenende in der Bünder City platzieren. Denn am 30. Oktober steht wieder ein Late-Night-Shopping auf dem Programm. Die folgenden drei Wochenenden werden durch den Beschluss des Gremiums abgedeckt und danach steht die Aktion „Weihnachtliches Bünde“ an.

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