Wegen Corona: Standort in Senioren-Wohnanlage darf nicht mehr genutzt werden
Kneipp-Verein fehlt ein Übungsraum

Bünde  (WB). Mit etwa 1400 Mitgliedern zählt der Kneipp-Verein Bünde zu den größten seiner Art in NRW. 208 Veranstaltungen und Kurse werden allein in diesem Jahr angeboten. Nicht nur Mitglieder zählen zu Teilnehmern. Im Gegenteil. Der Lockdown Mitte März führte allerdings dazu, dass coronabedingt fast ein Drittel der Angebote nicht mehr stattfinden konnte. Mit der Lockerung der Auflagen – natürlich unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen – trat so dann etwas wie eine Normalisierung ein. Seit Ende September aber muss der Kneipp-Verein auf einen wichtigen Übungsraum verzichten. Und hat dadurch auf einmal große organisatorische Probleme.

Freitag, 16.10.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 06:03 Uhr
Den Übungsraum in der „Wohnanlage am Tabakspeicher“ darf der Kneipp-Verein nicht mehr nutzen. Die Folge: 17 Kurse mussten abrupt beendet werden. Fotos: Hilko Raske

Bis vor Kurzem konnte der Verein einen etwa 70 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum in der „Wohnanlage am Tabakspeicher“ nutzen. Der Gebäudekomplex gehört der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (B&S). Senioren leben hier in barrierefreien Wohnungen, die Diakonie hat eine eigene Station im Gebäude. Den Übungsraum hat die Baugenossenschaft an die Diakonie vermietet. „Und wir wiederum hatten den Raum stundenweise von der Diakonie gemietet“, erzählt Susanne Vollmer, Vorsitzende des Kneipp-Vereins Bünde. 17 Kurse bot der Kneipp-Verein seit Anfang September in der Wohnanlage an, darunter etliche, die speziell für die Bewohner der Anlage geeignet waren: Rückenfit ab 65 Jahren, Fit bis ins hohe Alter, Seniorengymnastik, Qi Gong und Yoga. Fast 200 Personen nahmen teil.

„Wir haben uns im Vorfeld selbstverständlich abgesichert, dass wir alles richtig nach den geltenden Corona-Schutzbestimmungen machen“, so Vollmer. Man habe ganz korrekt beispielsweise die Vorgaben umgesetzt, wie sie vom Kreissportbund formuliert wurden. So sei die Teilnehmerzahl natürlich reduziert worden, Kurse mit direktem Kontakt wie das meditative Tanzen habe man erst gar nicht angeboten. Darüber hinaus seien alle Hygienemaßnahmen umgesetzt worden.

Zum Monatsende habe man dann überraschend erfahren müssen, dass die Diakonie den Übungsraum vorerst nicht mehr an den Kneipp-Verein vermieten wird. „Damit mussten wir am 29. September alle Kurse in dieser Anlage beenden.“ Die Diakonie habe das mit steigenden Corona-Fallzahlen und dem Hinweis, dass diese Anlage von Senioren bewohnt wird, begründet. „Wir haben durchaus Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme“, sagt Susanne Vollmer. Allerdings sei der Verein dadurch in eine sehr missliche Lage gebracht worden. Immerhin habe man bislang den Übungsraum für die Kursplanungen fest einkalkuliert. Das neue Jahresprogramm solle Anfang/Mitte Dezember vorliegen. Und wie geht es nun weiter? Erst einmal hat sich der Verein an die Stadtverwaltung gewandt und auf die Raumnot aufmerksam gemacht. Aus dem Rathaus kam das Angebot, doch in der Altentages- und Begegnungsstätte an der Klinkstraße weiterzumachen. Die werde derzeit aber renoviert, so die Vereinsvorsitzende. Deshalb möchte der Verein gern dauerhaft und nicht nur stundenweise Räumlichkeiten mieten, die für Kurse geeignet sind.

Ein solcher Übungsraum sollte etwa 100 Quadratmeter groß sein, sagt Vereinssprecherin Anja Reckeschat. Außerdem müssten sanitäre Anlagen vorhanden sein. Weitere Voraussetzungen: zentrale Lage, barrierefrei, Parkplätze in der Nähe und idealerweise im Erdgeschoss gelegen. Der Verein hofft nun, dass er die passenden Räume findet. Vermieter könnten sich direkt an den Verein wenden, so Reckeschat – entweder telefonisch unter 05223/130589 oder per E-Mail (info@kneipp-verein-buende.de).

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