In Bünde-Ennigloh räumen Kunden die Regale leer – Lebensmittel ausreichend vorhanden
Toilettenpapier schon wieder Mangelware?

Bünde(WB). Er liegt erst einige Monate zurück: der Lockdown, der Mitte März in Kraft trat. Das öffentliche Leben kam innerhalb kürzester Zeit praktisch zum Erliegen, bis auf sogenannte systemrelevante Bereiche – und dazu gehören auch die Lebensmittelgeschäfte – mussten zahllose Einrichtungen und Geschäfte schließen.

Dienstag, 20.10.2020, 19:30 Uhr
Nicht schon wieder: Die Bünder haben scheinbar erneut begonnen, Toilettenpapier zu hamstern. Im Edeka in Ennigloh war das Regal am Dienstagmorgen komplett leer geräumt. Foto: Kathrin Weege
Nicht schon wieder: Die Bünder haben scheinbar erneut begonnen, Toilettenpapier zu hamstern. Im Edeka in Ennigloh war das Regal am Dienstagmorgen komplett leer geräumt. Foto: Kathrin Weege

In der Folge war auch in Bünde ein Phänomen zu beobachten, das man aus Krisenzeiten kennt. Es kam zu Hamsterkäufen. Ganz oben auf der Liste standen dabei nicht nur haltbare Lebensmittel wie Nudeln oder Fertiggerichte in Dosen, sondern auch Toilettenpapier. Als sich die Lage nach einigen Wochen wieder halbwegs normalisierte und sich abzeichnete, dass die Zahl der Corona-Infektionen kein kritisches Niveau erreichen wird, wurden diese „Notrationen“ allmählich aufgebraucht, die Regale in den Geschäften füllten sich wieder.

Im Lebensmittelbereich kein Engpass

Mit erneut steigenden Infektionszahlen scheint die Stimmung jedoch umgeschlagen zu sein. Zumindest erweckt ein Blick in die Regale, wo im Edeka Allison in Ennigloh Toilettenpapier angeboten wird, den Eindruck: Sie sind komplett leer geräumt.

Woran liegt es? „Ich würde jetzt nicht schon allgemein von Hamsterkäufen sprechen“, sagt Marktinhaber Tim Allison. Wenn man in den Lebensmittelbereich schaue, seien die Regale immer noch gut gefüllt. Es gebe keine Engpässe bei Nudeln, Fertiggerichten oder Mehl.

1000 Packungen zusätzlich bestellt

„Die Leute haben in den vergangenen Monaten verstanden, dass es ausreichend Lebensmittel gibt und man hier immer Alternativen findet.“ Bei dem Toilettenpapier sehe es aber scheinbar anders aus – auf diesen Komfort wollten die Menschen nicht verzichten, vermutet der Geschäftsinhaber. Er habe jedenfalls sicherheitshalber bei ausländischen Herstellern 1000 Packungen zusätzlich bestellt. „Das sind keine Unmengen und dient als Reserve.“

Wenn alle nur kaufen würden, was sie wirklich bräuchten und vielleicht noch zehn Prozent als eiserne Reserve, dürfte es keine Probleme geben, so Allison.

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