Zwei Corona-Fälle beim TuS Dünne – Nachholspiele bereiten Probleme
Kickern geht’s wieder gut

Bünde (WB). Den beiden an Covid-19 erkrankten Spielern des TuS Dünne geht es gut – sie sind noch bis zum 27. Oktober in Quarantäne – dann kann’s wieder auf den Fußballplatz gehen. Vergangene Woche waren dies zwei der ersten bekannt gewordenen Corona-Fälle im Amateursport im Kreis Herford .

Dienstag, 27.10.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 08:30 Uhr
Spielpause bei den TuS-Dünne-Kickern: Nach zwei Corona-Fällen gilt Quarantäne bis 27. Oktober. Foto: Klaus Münstermann
Spielpause bei den TuS-Dünne-Kickern: Nach zwei Corona-Fällen gilt Quarantäne bis 27. Oktober. Foto: Klaus Münstermann

„Es handelte sich um eine Trainingsgruppe mit 14 Spielern aus der ersten und zweiten Mannschaft. Die Kontaktpersonen wurden umgehend getestet – es waren aber außer den Zweien alle negativ“, blickt Martin Lohrie, Vorsitzender des TuS Dünne, zurück. Quarantäne war trotzdem Pflicht. Einer der beiden Spieler habe ein „hartes Wochenende“ gehabt, inzwischen seien die Zwei genesen, sagt Lohrie.

Für die Kicker sei das teammäßig kein Problem gewesen. „Es kann ja niemand etwas dafür, wenn er erkrankt. Das war allen bewusst“, erklärt Lohrie. Er gehe bei den aktuell extrem steigenden Fallzahlen davon aus, dass es künftig auch weiteren Amateursport abseits des Fußballs treffen werde.

Schärfere Regeln für Zuschauer

Nach den Infektionsfällen habe sich der Vorstand noch einmal zusammengesetzt und beraten. Zudem habe es ein entsprechendes Schreiben von der Stadt Bünde gegeben. „Die Corona-Regeln am Platz werden weiter verschärft. Das betrifft vor allem Zuschauer. Es gilt, Masken zu tragen und zwingend auch im Freien die Abstände einzuhalten“, erklärt der TuS-Vorsitzende.

Landrat Jürgen Müller hatte vergangene Woche bei der Pressekonferenz zum Thema „Herford als Risikogebiet“ erklärt, dass der Amateursport zunächst weiterlaufen solle, weil dort keine Hotspots zu erkennen seien.

Nachholspiele problematisch

Wegen der Corona-Fälle mussten beim TuS Dünne Spiele ausfallen. Und das wird im Amateursport nun wohl immer wieder einzelne Mannschaften treffen. „Für kleine Vereine wie uns ist das besonders problematisch. Denn die Spiele müssen nachgeholt werden“, sagt Martin Lohrie. Allerdings seien viele der Fußballer in der Woche, wenn die Nachholtermine angesetzt sind, gar nicht verfügbar. „Die studieren woanders und kommen nur an den Wochenenden nach Hause und auf den Platz“, erläutert er. Außerdem wird die Stadt Bünde den Platz erfahrungsgemäß witterungsbedingt im Laufe der Herbst/Winter-Saison sperren.

Erneute Pause im Sport?

Doch was, wenn die Zahlen weiter explosionsartig steigen? Eine erneute Pause im Sport hält Lohrie persönlich für nicht auszuschließen. Schließlich lasse sich der Körperkontakt beim Mannschaftssport – wie beispielsweise beim Fußball – nicht vermeiden. „Eine Lösung im Tragen von Masken sehe ich nicht. Man bekommt deutlich schlechter Luft dadurch. Da wäre meine Sorge vor einem Kollaps wegen Sauerstoffmangels zu groß. Das Wichtigste ist, dass wir alle gesund bleiben“, sagt er.

Der westfälische Fußballverband sieht derzeit keinen Grund, um die Saison zu unterbrechen.

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