Nach CDU-Antrag: Stadtverwaltung prüft Sachverhalt und versetzt Ortsschild in Spradow
Kein Tempo-Ärger mehr am Friedhof

Bünde (WB/sal) -

Das ging flott: Die Diskussion um das zu hohe Tempolimit am Spradower Friedhof ist vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Die Stadt lässt das dortige Ortsschild an der Stettiner Straße nun einfach wieder versetzen.

Freitag, 20.11.2020, 17:43 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 17:46 Uhr
Die Ortstafel an der Stettiner Straße soll in den nächsten Tagen an ihren alten Standort zurückversetzt werden.
Die Ortstafel an der Stettiner Straße soll in den nächsten Tagen an ihren alten Standort zurückversetzt werden. Foto: Hilko Raske

 

Wie berichtet, hatte die CDU-Ortsunion Spradow auf den unglücklich gewählten neuen Standort des Schildes – in Höhe des Nachtigallenwegs – aufmerksam gemacht. Problematisch fanden die Christdemokraten, dass direkt am Friedhof Tempo 100 gefahren werden konnte. „Nach Verlassen des Friedhofes sind viele Besucher gezwungen, mit ihren Fahrzeugen rückwärts auf die Stettiner Straße zu setzen. Vor dem Umsetzen des Ortseingangsschildes bestand in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h“, hatte CDU-Fraktionschef Martin Schuster in einem Antrag an die Stadtverwaltung formuliert. Friedhofsbesucher würden bei Rückfahrmanövern auf die Tempo-100-Strecke unnötig gefährdet. Daher hatten die Christdemokraten die Rücksetzung des Ortseingangsschildes an seine alte Stelle – in Höhe des Bürgerwaldes – gefordert.

Die Stadtverwaltung hatte die Situation an der Stelle nun noch mal rathausintern analysiert – und eingelenkt. Laut Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz seien Ortstafeln laut Vorschrift zwar ohne Rücksicht auf Gemeindegrenzen und Straßenbaulast dort anzuordnen, wo die geschlossene Bebauung auf einer der beiden Seiten der Straße für den ortseinwärts Fahrenden erkennbar beginnt. „Da in Spradow aber ein Ausnahmetatbestand wegen des Friedhofs vorliegt, kann das Schild wieder an den ursprünglichen Standort zurückversetzt werden.“

„Ich finde es gut, wenn Dinge schnell und unbürokratisch im Sinne der Bürger gelöst werden. Das ist doch, was wir alle wollen“, kommentiert Martin Schuster die Entscheidung der Stadt. Der CDU-Antrag dürfte nun somit vom Tisch sein.

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