Geschäftsführung in Herford hofft auf Einsicht bei der Bezirksregierung – bestehende Standorte zu klein
Autohaus Mattern: keine Lösung für Platzprobleme

Herford (WB) -

„Das ist alles andere als erfreulich. Die Ungewissheit macht einem schon zu schaffen“, sagt Jürgen Mattern. Der Geschäftsführer der Mattern GmbH blickt auf sein Grundstück an der Bismarckstraße, auf dem dicht gedrängt die Autos zum Verkauf stehen.

Donnerstag, 04.03.2021, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 09:12 Uhr
Ralf Rosenhäger (links) und Jürgen Mattern vom Autohaus Mattern an der Bismarckstraße in Herford. Hier stehen dicht nebeneinander mehrere Elektro- sowie Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Der Standort ist für ein Autohaus mittlerweile eigentlich zu klein.
Ralf Rosenhäger (links) und Jürgen Mattern vom Autohaus Mattern an der Bismarckstraße in Herford. Hier stehen dicht nebeneinander mehrere Elektro- sowie Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Der Standort ist für ein Autohaus mittlerweile eigentlich zu klein. Foto: Ralf Meistes

Vier Standorte betreibt Auto Mattern in Herford und Hiddenhausen. Sie alle platzen aus den Nähten. Deshalb sollte an der Bielefelder Straße ein neues Autozentrum entstehen. Bis wie berichtet die Bezirksregierung einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

„Keine Autohäuser in Gewerbegebieten“ lautet die Botschaft aus Detmold. Dabei hatten sich Jürgen Mattern und Ralf Rosenhäger (Geschäftsführer Rosenhäger-Mattern) bereits 2017 ein 50.000 Quadratmeter großes Areal zwischen Briefverteilzentrum und dem Lager der Firma Ahlers (demnächst Karlchens Backstube) gesichert.

Hier sollte 2022 das neue Autozentrum stehen und die vier heutigen Standorte an der Bismarckstraße, Werrestraße, Oststraße und Bünder Straße in Sundern überflüssig machen. Aber die Bezirksregierung will keine Autohäuser in Gewerbegebieten, weil diese zu viel Fläche verbrauchen, die besser für produzierendes Gewerbe vorgehalten werden sollte. „Im Prinzip“, sagt Jürgen Mattern, „kommt das schon einem halben Verbot von neuen Autohäusern gleich. Denn wo will man in Zukunft überhaupt noch neue Autohäuser errichten dürfen, wenn nicht in Gewerbegebieten?“, fragt der 61-Jährige.

Die Platzprobleme sind am Gründungsstandort, an der Bismarckstraße, schon jetzt evident. Durch die Zunahme an Elektrofahrzeugen werden an den Mattern-Standorten auch mehr Modelle angeboten. Von den 3650 Fahrzeugen, die das Autohaus Mattern 2020 verkauft hat, waren 665 reine Elektrofahrzeuge. Und die Nachfrage steigt.

Am geplanten Standort an der Bielefelder Straße sollte deshalb auch eine Halle gebaut werden, um Batterien zur reparieren. Hoffnung setzen Jürgen Mattern und Ralf Rosenhäger jetzt noch auf die Industrie- und Handelskammer sowie die Wirtschaftsförderung. Mit ihnen stehen sie in engem Kontakt. Das Planbeteiligungsverfahren für den Regionalplan endet am 31. März.

Wie die Bezirksregierung mit den Einwänden des Autohauses umgehen wird, bleibt abzuwarten. Und wenn es bei einem Nein aus Detmold bleibt? Jürgen Mattern zuckt mit den Schultern. Einen Plan B gibt es derzeit nicht. Andere Flächen auch nicht.

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