Corona-Zahlen im Kreis steigen weiter
Herforder Krisenstab fordert Einschränkungen

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen im Kreis Herford wollen Landrat Jürgen Müller (SPD) und die Bürgermeister der Städte und Gemeinden Einschränkungen bei Menschenansammlungen. Außerdem fordern sie landesweite Regelungen.

Donnerstag, 18.03.2021, 16:22 Uhr aktualisiert: 18.03.2021, 18:36 Uhr
Das ist die Verteilung der Corona-Fälle im Kreis Herford.
Das ist die Verteilung der Corona-Fälle im Kreis Herford. Foto: Kreis Herford

Das sind die Ergebnisse einer Videokonferenz an diesem Donnerstag, 18. März. Im Kreis Herford sind 57 neue Corona-Fälle hinzugekommen. Die Zahl der aktuell bestätigten Fälle steigt auf 467. Der Inzidenzwert liegt bei 116,9 (plus 6,0).

„Um eine nachhaltige Überschreitung des Wertes zu verhindern, sollen Menschenansammlungen möglichst vermieden werden. Dazu kann eine Einschränkung der Besucherströme in größeren Geschäften des täglichen Bedarfs beitragen - zum Beispiel in Super- und Baumärkten. Statt einer Person auf 10 Quadratmetern sollte nur noch eine Person auf 20 Quadratmetern zugelassen werden. Markierungen in Bereichen, in denen sich viele Menschen bei der Auswahl von Waren treffen, sollten zudem verpflichtend eingeführt werden. Auch soll es eine Maskenpflicht in Fahrzeugen geben, wenn Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einem Fahrzeug unterwegs sind“, lautet die Forderung des Krisenstabs.

„Kein Flickenteppich!“

Diese vorgeschlagenen Maßnahmen müssen nun mit dem Land abgestimmt werden. Zusätzlich fordern der Kreis Herford und die Kommunen vom Land zusätzliche Maßnahmen für ein landesweites Gesamtkonzept. Hierzu gehören vor allem erweiterte Testungen in Schulen und Kitas durch qualifiziertes Personal, um frühzeitig Infektionen zu erkennen. „Die Infektionen steigen derzeit landesweit. Deshalb brauchen wir endlich landesweit gültige Maßnahmen, auch um Flickenteppiche unterschiedlicher kommunaler Maßnahmen zu vermeiden“, erklärt Landrat Jürgen Müller.

Der Kreis meldet außerdem 26 weitere Mutationsfälle, seit Anfang Februar haben sich 425 Menschen mit Wohnsitz im Kreis Herford mit einer Mutationsvariante des Corona-Virus infiziert. Davon sind aktuell noch 271 infiziert. Die aktuell 467 infizierten Personen verteilen sich auf Herford (112), Spenge (21), Bünde (101), Löhne (84), Vlotho (13), Enger (50), Rödinghausen (28), Hiddenhausen (14) und Kirchlengern (44). Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 147.

48 Schüler infiziert

34 Patienten werden in den Krankenhäusern behandelt (davon 20 mit Wohnsitz im Kreis Herford). Hiervon werden 5 intensivmedizinisch betreut, 2 davon sind beatmungspflichtig. In 10 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe sind 13 Bewohner und Patienten sowie 15 Beschäftigte infiziert. In 35 Schulen gibt es Infektionen bei 48 Schülern und einem Lehrer. In 13 Kitas sind 16 Kinder und 4 Mitarbeiter betroffen.

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