Volksbank Herford-Mindener Land regelt Gebühren für vermögende Kunden neu
Ab 100.000 Euro droht der Minuszins

Herford (WB/ptr) -

Kunden, die über Vermögen im sechsstelligen Bereich verfügen, müssen bei der Volksbank Herford-Mindener Land künftig verstärkt mit so genannten Verwahrentgelten – sprich Minuszinsen – rechnen.

Montag, 19.04.2021, 17:51 Uhr aktualisiert: 19.04.2021, 17:54 Uhr
Hohe Vermögen auf Konten, sind in der anhaltenden Niedrigzinsphase für viele Banken problematisch, weil sie zum Teil selbst Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie die Gelder weiter anlegen. Die Volksbank Herford-Mindener Land gibt einen Teil der Kosten deshalb jetzt über Verwahrentgelte weiter, wenn Anlagesummen einen Freibetrag von 100.000 Euro übersteigen.
Hohe Vermögen auf Konten, sind in der anhaltenden Niedrigzinsphase für viele Banken problematisch, weil sie zum Teil selbst Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie die Gelder weiter anlegen. Die Volksbank Herford-Mindener Land gibt einen Teil der Kosten deshalb jetzt über Verwahrentgelte weiter, wenn Anlagesummen einen Freibetrag von 100.000 Euro übersteigen. Foto: dpa

Wie das Kreditinstitut mitteilt, gilt seit Montag (19. April) die Regelung, dass Einlagen, die einen Freibetrag von 100.000 Euro überschreiten, mit entsprechenden Gebühren belegt werden können. Das Verwahrentgelt beträgt einheitlich 0,5 Prozent. Der durchschnittliche Privatkunde soll von dieser Regelung aber verschont bleiben. Für mehr als 95 Prozent der Kunden seien Verwahrentgelte weiterhin kein Thema, teilt die Bank mit.

Bereits seit Anfang 2017 gibt es Verwahrentgelte bei der Volksbank Herford-Mindener Land , die damit auf die anhaltende Niedrigzinsphase und die damit einhergehende hohe Liquidität auf vielen Konten reagiert. Denn: Bereits seit 2014 zahlt die Bank selbst Minuszinsen von bis zu 0,5 Prozent, wenn sie die Gelder ihrer Kunden bei der Europäischen Zentralbank parkt.

Mit den bislang betroffenen Kunden waren dazu individuelle Vereinbarungen getroffen worden. Der aktuelle Schritt soll das Verfahren einheitlicher und transparenter machen.

Treue Kunden, die viele Produkte bei der Bank haben, sollen ihre Freibeträge außerdem auf bis zu 750.000 Euro erhöhen können. Berechnungsgrundlage ist der sogenannte Hausbank-Status (Basis, Bronze, Silber, Gold oder Platin), der sich aus der Intensität der Kundenverbindung ableitet.

Bevor Verwahrentgelte erhoben werden, wird jeder betroffene Kunde per Brief angeschrieben und zu einem persönlichen Beratungsgespräch eingeladen, teilt die Volksbank mit. In diesem Gespräch werde dann nicht nur die individuelle Vereinbarung über den Minuszins getroffen, sondern auch die Anlagestrategie besprochen – mit dem Ziel, den persönlichen Freibetrag optimal zu nutzen oder sogar auszubauen, um so Negativzinsen zu vermeiden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7924634?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F
Kritik an Spahns Impfziel für Jugendliche
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz.
Nachrichten-Ticker